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CDU Freital fordert Flüchtlingsstopp

Der Landkreis will Asylbewerber in zwei Turnhallen unterbringen. Das sei menschenunwürdig, sagen die Christdemokraten.

© dpa

Freital. Die Stadt kann keine weiteren Asylbewerber mehr aufnehmen. Geht es nach dem Willen der CDU-Fraktion im Stadtrat, soll Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) genau diese Botschaft an die zuständigen Asylbehörden übermitteln. Der entsprechende Antrag wurde von der Fraktion im Finanzausschuss am Dienstagabend eingereicht. In der anstehenden Stadtratssitzung am 3. Dezember wird darüber beraten und abgestimmt. „Wir erhoffen uns davon eine Signalwirkung“, sagte Fraktionschef Peter Pfitzenreiter.

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Laut CDU stellt die Stadt Freital derzeit in Wohnungen und in der Asylunterkunft im ehemaligen Leonardo-Hotel 670 Plätze zur Verfügung. „Mit viel ehrenamtlichem Engagement und hauptamtlicher Unterstützung ist es gelungen, den Asylbewerbern Zugang zu Deutschkursen, Arbeit und Beteiligung am kulturellen und sozialen Leben in unserer Stadt zu ermöglichen“, so Pfitzenreiter. Er sieht es kritisch, dass nun maximal 400 weitere Flüchtlinge in zwei Turnhallen untergebracht werden sollen (die SZ berichtete). Dort sei keine menschenwürdige Unterbringung möglich.

Pfitzenreiter sieht vor allem eine Gefahr, wenn die Turnhallen zur Dauerlösung als Asylunterkünfte werden. „Was passiert, wenn man viele Menschen über längere Zeit in großen Einrichtungen zusammenpfercht, haben wir an anderen Orten gesehen.“ Er wünscht sich, dass der Antrag über die verschiedenen Instanzen bis nach Berlin getragen wird. „Ich glaube, wir können nicht verhindern, dass weitere Flüchtlinge nach Freital kommen“, so Pfitzenreiter. „Aber wir hoffen, ein Umdenken und ein Nachdenken in Gang setzen zu können.“ (SZ/win)