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CDU-Spitze stellt Landtagspräsidenten nicht auf

Matthias Rößler droht nun mit einer Kampfkandidatur um einen der vorderen Plätze auf der Parteiliste zur Landtagswahl. 

© Steffen Giersch

Dresden. Der Vorschlag des CDU-Landesvorstandes für die Kandidatenliste zur Landtagswahl am 1. September sorgt parteiintern für Wirbel. So taucht auf der Liste, die am 19. Januar von einem Parteitag offiziell beschlossen werden soll, diesmal nicht der amtierende Landtagspräsident Matthias Rößler auf, obwohl der heute 63-Jährige zur Wahl 2014 noch auf dem zweiten Listenplatz gesetzt war. Nach SZ-Informationen war Rößler im Vorfeld zwar erneut ein Listenplatz in Aussicht gestellt worden, allerdings nicht auf den ersten fünf Plätzen, bei denen die Kandidaten einer Partei auf den Stimmzetteln namentlich erwähnt werden. Rößler soll eine ihm zugedachte hintere Platzierung abgelehnt haben. Teilnehmer der CDU-Vorstandssitzung am Montagabend berichteten schließlich übereinstimmend, dass er stattdessen eine Kampfkandidatur um einen der vorderen Listenplätze auf dem Parteitag in der nächsten Woche nicht ausschließen wollte.

Verzichtet er darauf oder bleibt die Kampfkandidatur erfolglos, hat der CDU-Politiker aber noch eine andere Chance, im September erneut in den Landtag einzuziehen. So wurde Rößler von seinem Kreisverband als CDU-Direktbewerber im Wahlkreis Radebeul bestätigt. Setzt er sich dort durch, erhält er eines von 60 Direktmandaten im Parlament. Weitere 60 Mandate werden anhand des Stimmergebnisses bei der Landtagswahl an die Listenbewerber der einzelnen Parteien vergeben. (SZ/gs)

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