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CDU will nicht der Blockierer sein

Die CDU schlägt den Erhalt der Maschinenfabrik in Bad Gottleuba vor und hat Zweifel am neuen Rathaus-Standort.

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Die CDU in Bad Gottleuba-Berggießhübel fühlt sich missverstanden, unter anderem beim Thema Maschinenfabrik.
Die CDU in Bad Gottleuba-Berggießhübel fühlt sich missverstanden, unter anderem beim Thema Maschinenfabrik. © SZ

Bad Gottleuba-Berggießhübel steht vor wichtigen Entscheidungen. Nicht nur die Bürgermeisterwahl im Januar ist so eine, sondern auch die seit Langem im Stadtrat immer wieder kontrovers diskutierten Themen Maschinenfabrik und Rathaus-Standort. Die CDU sieht sich aufgrund ihrer Entscheidungen in der Öffentlichkeit nun als Blockierer wahrgenommen. Das will Fraktionsvorsitzender Jens Klotzsche so nicht stehen lassen.

Die alte Leinbrock- bzw. Maschinenfabrik besteht aus mehreren Gebäuden. Nach einem Vororttermin seien sich zunächst fast alle Räte einig gewesen: Abriss. Im Fokus habe dabei vor allem das baufällige Hauptgebäude gestanden, sagt Jens Klotzsche. In einer weiteren Halle befanden sich allerdings Gegenstände von Feuerwehren, Karnevalsvereinen und Bauhof. „Alles erhaltenswert und notwendig“, so Klotzsche. Die Vorgabe der Stadtsanierung sei aber gewesen: Wenn Abriss, dann alles. „Einschließlich Bauverbot wegen Waldabstand und Hochwasserschutz.“ Daraufhin habe die CDU den Erhalt des Komplexes vorgeschlagen. „Die Idee Kulturfabrik kam gelegen, um das Areal aus der Stadtentwicklung herauszulösen und neue Fördermöglichkeiten auszuloten“, erläutert Klotzsche. Robert Kühn und Madlen Rätze jetzt als Buhmänner hinzustellen, sei an den Haaren herbeigezogen. Die geförderte Machbarkeitsstudie habe Ernüchterung gebracht. Eine endgültige Entscheidung im Stadtrat steht aber noch aus.

Ähnlich verhalte es sich beim Thema Rathaus-Standort. Im Herbst stellte die Verwaltung den Vorschlag zur Abstimmung, die beiden Rathaus-Standorte zu vereinen – im Haus des Gastes Berggießhübel. Die CDU, betont Klotzsche, sei nicht grundsätzlich dagegen. Sie wolle nur zunächst wissen, wie viel Personal mit den entsprechenden Arbeitsmöglichkeiten die Stadt perspektivisch braucht.

Die neue Sporthalle an der Oberschule und eine neue Kita, für die es noch keine Termine gibt, sind weiteren Vorhaben. „Alles Millionen-Projekte“, sagt Klotzsche. „Aber Projekte, die junge Menschen halten oder motivieren, hier ihren Lebensmittelpunkt zu finden. In unseren Augen immens wichtig.“ Zu oft aber gebe es nur Einwürfe, warum es nicht geht. „Wir wünschen uns Vorschläge, wie es gehen könnte, auch von unseren Ratskolleginnen und Kollegen der Linken-Fraktion.“ (SZ/sab/ce)