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Cegida plant Premiere

Weniger Zulauf in Leipzig, Spaltung in Dresden und Premiere in Chemnitz: Das islamkritische Pegida-Bündnis ist in Bewegung.

© dpa

Leipzig/Dresden/ Chemnitz. Weniger Zulauf in Leipzig, Spaltung in Dresden und Premiere in Chemnitz: Das islamkritische Pegida-Bündnis ist in Bewegung.

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Die Demonstrationen in Leipzig

Ohne Krawalle und mit deutlich weniger Teilnehmern als erwartet sind Kundgebungen der als radikal geltenden Legida - einem Pegida-Ableger - am Freitagabend in Leipzig über die Bühne gegangen. Es kam allerdings zu einzelnen Rangeleien mit der Polizei, die von einer sehr aggressiven Stimmung sprach. Ein Beamter wurde leicht verletzt, Farbbeutel flogen, 17 Menschen kamen in Gewahrsam. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ kritisierte den Einsatz. Die Polizei habe teilweise ohne jedes Maß agiert, hieß es in einer Erklärung vom Samstag.

Beamte seien aggressiv gegen friedliche Sitzblockaden auf dem Weg der Legida-Anhänger vorgegangen. Es sei geschrien, gedroht und Gewalt eingesetzt worden, hieß es. Das könne nicht das Mittel sein, um friedlichem Protest zu begegnen. Die Beamten hätten sich „mit den mildesten Mitteln“ bemüht, die Situation zu befrieden, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Es sei bedauerlich, wenn der Umgang mit aggressiven Demonstranten Unbeteiligte treffe, aber eben nicht ausgeschlossen.

Nach Angaben der Stadt kamen zum dritten Legida-Aufzug etwa 1 500 Menschen, der Anti-Legida-Protest versammelte rund 5 000 Teilnehmer. Angemeldet waren jeweils deutlich mehr Teilnehmer. In Dresden hatten die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ ihre für Montag geplante Kundgebung abgesagt, nachdem sich der halbe Vorstand nach internen Streitigkeiten zurückgezogen hatte.

Bei Pegida im Internet wurde derweil für Montag in Chemnitz zum ersten „Abendspaziergang“ des Ablegers Cegida aufgerufen - am Karl-Marx-Kopf, dem „Nischel“.

Dresdner Initiativen und Bürger, die vor einer Woche das Festival für Toleranz vor der Frauenkirche gestemmt hatten, zeigen nun montags wieder mit Warnweste Gesicht gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. „Wir sind viele und das soll die Welt sehen“, heißt es in dem am Sonntag veröffentlichten Aufruf vom Bündnis Dresden für Alle, der Initiative Kulturschaffender und dem Verein Dresden - Place to be.

In Leipzig gab es wie vor den Legida-Veranstaltungen vor einer Woche Brandanschläge auf die Deutsche Bahn. Seit Freitag war der S-Bahn-Verkehr im Süden der Stadt teilweise gestört, Züge mussten Umleitungen fahren, es kam zu Verspätungen. Am S-Bahnhof Naunhof hatten Unbekannte einen Schaltkasten in Brand gesetzt, der Schaden wurde noch in der Nacht behoben und die Strecke Leipzig-Meißen freigegeben. Am Bahnhof Markkleeberg dauerte die Reparatur an einem durch Feuer beschädigten Kabelschacht länger. Auf der S-Bahn-Strecke fahren die Bahnen erst seit Sonntagmorgen wieder planmäßig, wie die Bahn mitteilte. Zu den Anschlägen ermittelt der Staatsschutz. (dpa)

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