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CFC und Zwickau zahlen für Pyrotechnik

Die Finalisten des Sachsenpokals büßen für das unsportliche Verhalten ihrer Fans und stehen jetzt unter besonderer Beobachtung.

Immer wieder müssen Klubs zahlen, weil ihre Fans zündeln - jetzt auch der CFC und der FSV Zwickau.
Immer wieder müssen Klubs zahlen, weil ihre Fans zündeln - jetzt auch der CFC und der FSV Zwickau. © dpa/Marius Becker

Leipzig. Das Sportgericht des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) hat gegen die Landespokalfinalisten Chemnitzer FC und FSV Zwickau aufgrund des unsportlichen Verhaltens ihrer Anhänger beim Endspiel am 25. Mai 2019 jeweils eine Geldstrafe und ein Fahnenverbot verhängt. Das gab der SFV am Donnerstag bekannt. Der Cupsieger CFC muss 2.300 Euro und der unterlegene FSV 1.200 Euro zahlen. Zusätzlich verbietet er den Fans beider Klubs bei Heim- und Auswärtsspielen im Sachsenpokal in der nächsten Saison, Block- und Zaunfahnen, Banner, Flaggen, Plakate und alle vergleichbaren Elemente zu benutzen.

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Im CFC-Fanblock wurden in der 46. Spielminute mindestens zehn pyrotechnische Erzeugnisse gezündet. Die FSV-Anhänger sorgten in der 47. Spielminute mit vier rot-weißen Rauchkörper für eine erhebliche Rauchentwicklung. Außerdem sorgte in der 90. Spielminute ein "Flitzer" für eine Spielunterbrechung. Strafverschärfend wirkte sich insbesondere aus, dass eine Zuschauerin wegen der Rauchkörper über gesundheitliche Beschwerden in Form von Atemproblemen klagte und sich von Rettungssanitätern behandeln lassen musste. Zudem wirken sich die Spielunterbrechung und die vielen,  erheblichen, einschlägigen Vorstrafen beider Klubs negativ aus.

Das Sportgericht verhängte das Fahnenverbot aus präventiven Gründen, da es feststellte, dass Fans die Pyrotechnik-Aktionen unter dem Sichtschutz von Fahnen in den jeweiligen Blöcken gezielt vorbereiteten. Der Verband setzte das Fahnenverbot zugunsten der Vereine und ihrer Anhänger zur Bewährung für die nächste Pokalsaison aus. Die Klubs und ihre Fans stehen daher unter seiner besonderen Beobachtung. Falls die Anhänger sich in der neuen Pokalsaison erneut aufgrund unsportlichen Verhaltens auffällig zeigen, kann das Fahnenverbot für den Rest der Pokalsaison 2019/2020 für alle Heim- und Auswärtsspiele in Kraft treten. Das Sportgericht sah zugunsten der Vereine trotz des wiederholten unsportlichen Vergehens ihrer Fans von einer Kollektivstrafe in Form von Zuschauerteilausschlüssen oder Blocksperren ab. Beide Urteile sind noch nicht rechtskräftig. (SZ)