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Sport

Champion erlebt Drama am Lausitzring

Der führende Titelverteidiger René Rast scheidet im ersten Rennen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft vorzeitig aus und macht die DTM spannend.

Der Schweizer Audi-Fahrer Nico Müller sieht die Zielflagge am Sonnabend als Erster.
Der Schweizer Audi-Fahrer Nico Müller sieht die Zielflagge am Sonnabend als Erster. © Thomas Suer/HOCH ZWEI/ITR/DTM/dpa

Klettwitz. Eine wirkungslose Servolenkung und ein glücklicher Nico Müller haben der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft fünf Rennen vor Saisonende neuen Schwung verliehen. "Das sind die Punkte, die wir benötigen. Jetzt ist alles wieder offen", sagte der Audi-Fahrer nach seinem zweiten Saisonerfolg am Sonnabend auf dem Lausitzring.

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Durch den Sieg hat der Schweizer mit 195 Punkten zum davor offenbar bereits enteilten Spitzenreiter René Rast mit 209 Zählern aufgeschlossen. Der Markengefährte musste sein Auto aufgrund eines technischen Defekts bereits in der neunten Runde in der Box abstellen. "Ich hatte zuerst keine Leistung mehr und dann keine Servolenkung", sagte der Mindener. Besonders Letzteres bereitete ihm Probleme: "Das ist, als würde einem beim Einlenken in die Kurve jemand einen Besen zwischen das Lenkrad schieben."

Durch den Sieg hat der Schweizer mit 195 Punkten zum davor offenbar bereits enteilten Spitzenreiter René Rast mit 209 Zählern aufgeschlossen. Der Markengefährte musste sein Auto aufgrund eines technischen Defekts bereits in der neunten Runde in der Box abstellen. "Ich hatte zuerst keine Leistung mehr und dann keine Servolenkung", sagte der Mindener. Besonders Letzteres bereitete ihm Probleme: "Das ist, als würde einem beim Einlenken in die Kurve jemand einen Besen zwischen das Lenkrad schieben."

Eine Ursache für den Ausfall kannte Rast noch nicht, hofft aber darauf, dass er am Sonntag ab 13.30 Uhr beim 500. DTM-Rennen seit 1984 wieder starten kann. "Die Ingenieure schaffen das", sagte er. Der Ausfall des Führenden überraschte den knapp dahinterliegenden Müller erst total. "René hatte plötzlich keine Leistung mehr, war aber noch auf der Ideallinie geblieben. Da war es schwierig, an ihm vorbeizukommen", sagte der Eidgenosse, der beinahe noch auf Rast aufgefahren wäre. Anschließend konnte der 27-Jährige souverän seinem insgesamt dritten DTM-Erfolg entgegenfahren.

Audi dominiert, und BMW gibt sich so gut wie geschlagen

Angesichts der Debatten nach dem Rennen in Brands Hatch, als Müller den führenden Rast nicht überholte, hätte Müller lieber auf dessen Ausfall auf dem 4,534-Kilometer-Hochgeschwindigkeitskurs verzichtet. "Ich hätte René lieber auf der Strecke geschlagen. Auf dem Lausitzring kann man überholen. Das geht in Brands Hatch nicht so gut."

Angesichts des auf 14 Punkte geschrumpften Rückstands hat Müller weiter Selbstbewusstsein gesammelt und hofft am Sonntag auf einen weiteren Erfolg. "Mit dem Renningenieur mixen wir jeden Tag einen Set-Up-Cocktail, um das Auto Stück für Stück zu optimieren", sagte er. "Einen Doppelsieg am Wochenende hat es in dieser Saison noch nicht gegeben. Für mich wäre das ein großer Schritt zur Meisterschaft."

Fast schon aufgegeben im Titelrennen hat BMW-Fahrer Marco Wittmann. Der Dritte der Gesamtwertung konnte mit seinen zwölf Punkten als Vierter vom Sonnabend den Rückstand auf Rast auf 50 Zähler verkürzen. "Von einer Aufholjagd kann man aber nicht sprechen. Dafür ist die Audi-Dominanz zu groß", sagte er. (dpa)