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Chancenlos gegen Finnland

Auf die Ernüchterung zum Auftakt folgte die Lehrstunde: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat im zweiten WM-Spiel gegen Finnland einen Klassenunterschied aufgezeigt bekommen und muss einen verpatzten Start verdauen.

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Auf die Ernüchterung zum Auftakt folgte die Lehrstunde: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat im zweiten WM-Spiel gegen Finnland einen Klassenunterschied aufgezeigt bekommen und muss einen verpatzten Start verdauen. 24 Stunden nach dem 2:3 im Penaltyschießen gegen Frankreich hatten die Schützlinge von Bundestrainer Marco Sturm beim 1:5 gegen den zweifachen Weltmeister keine Chance. Sollte der WM-Außenseiter auch am Dienstag gegen die Slowakei verlieren, wird es bei bisher nur einem gewonnenen Punkt immer schwieriger, das Viertelfinale zu erreichen.

Das einzige deutsche Tor erzielte am Sonntag in St. Petersburg WM-Debütant Brooks Macek. Gegen den Turnier-Favoriten präsentierten sich die deutschen Kufencracks viel zu harmlos. „Finnland war einfach das bessere Team. Die ersten zehn bis 15 Minuten waren wir vom Kopf und vom Körper her nicht da“, sagte der Bundestrainer. „Der Start hat uns das gekostet. Wenn man so schnell mit 0:2 hinten liegt, dann brauchst du dir gegen Finnland keine Hoffnungen machen“, sagte Nordamerika-Profi Korbinian Holzer.

Damit startete die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes erstmals seit 2013 wieder mit zwei WM-Niederlagen. Absteigen kann sie nicht, da Deutschland als Ausrichter der WM 2017 gesetzt ist. Spätestens dann soll das deutsche Eishockey-Team konkurrenzfähig sein. Auf Anhieb kann aber auch der deutsche NHL-Rekordspieler Sturm nicht alle Probleme lösen. (dpa)