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Sachsen

Chaos an der Grenze bleibt zunächst aus

In Tschechien ist am Sonntag ein neues Mautsystem in Betrieb gegangen. Die Lkw-Schlangen waren kürzer als befürchtet.

Lkws stehen auf dem Parkplatz Am Heidenholz, rund drei Kilometer vor der Grenze zu Tschechien. Ab dem 1. Dezember 2019 gilt in Tschechien eine neue Maut. Viele deutsche Lkw sind noch nicht registriert, so dass diese die mautpflichtigen Autobahnen nicht be
Lkws stehen auf dem Parkplatz Am Heidenholz, rund drei Kilometer vor der Grenze zu Tschechien. Ab dem 1. Dezember 2019 gilt in Tschechien eine neue Maut. Viele deutsche Lkw sind noch nicht registriert, so dass diese die mautpflichtigen Autobahnen nicht be © Daniel Schäfer/dpa

Prag. Nach der Einführung eines neuen satellitengestützten Lkw-Mautsystems in Tschechien sind die befürchteten Staus an den Grenzen zu den Nachbarstaaten ausgeblieben. Die Lkw-Fahrer würden sich verantwortungsbewusst verhalten und den Verkehr vor den Registrierungsstellen nicht unnötig aufhalten, sagte ein Sprecher des Mautbetreibers Czechtoll am Montag. Doch die Situation könne sich relativ schnell ändern.

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Am Übergang Waidhaus-Rozvadov von Deutschland nach Tschechien waren die Verkaufsstellen für die neuen Bordgeräte demnach komplett ausgelastet, es standen aber ausreichend Lkw-Stellplätze bereit. Am Grenzübergang Lanzhot (Landshut) zwischen Tschechien und der Slowakei bildete sich eine Lkw-Schlange von rund 2,5 Kilometern Länge. Modellberechnungen hatten rund zwölf Kilometer prognostiziert.

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Auch am Montag waren laut Mautbetreiber rund 140.000 Lkw und Reisebusse noch nicht für das neue satellitengestützte System registriert. "Die große Unbekannte ist, wann sie nach Tschechien fahren werden", sagte der Czechtoll-Sprecher.

Die neue Lkw-Maut war am Sonntag in Betrieb gegangen und ersetzt das alte Mikrowellensystem. Der bisherige Betreiber, die österreichische Firma Kapsch, klagt gegen die Neuvergabe vor Gericht.

Wer ohne das neue Bordgerät unterwegs ist, dem droht ein Bußgeld von umgerechnet knapp 4.000 Euro. Die Lkw-Maut gilt für alle Fahrzeuge mit einem Zulassungsgewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Ab Jahresanfang 2020 wird sie auf rund 900 Kilometer Landstraße ausgeweitet. Für Pkw-Fahrer ändert sich nichts. Sie nutzen weiter die Klebevignette. (dpa)