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Cheerleader für Radebeul

Die Wohnungsgenossenschaft Lößnitz eG unterstützt den Kinder- und Jugendsport in der Lößnitzstadt.

© Symbolbild/dpa

Radebeul. Lokalen Sportvereinen fehlt es oft an Nachwuchs oder an Geld, mitunter hängen diese beiden Dinge auch zusammen. Viele Unternehmen verpassen die Chance, sich mit der Unterstützung eines Sportvereines ihren zukünftigen Kunden oder Mitarbeitern zu nähern, schreiben die Wohnungsgenossenschaft Lößnitz eG (WGL) und der Verein der Suburbian Foxes in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Dabei würden die meisten Leute meinen, die örtliche Jugend sollte lieber ein sportliches Angebot wahrnehmen statt auf der Straße, vor Supermärkten oder Tankstellen rumzuhängen. Die meisten würden es begrüßen, wenn die Kinder heute weniger vor Computern oder Smartphones sitzen und stattdessen grundlegende soziale Fertigkeiten wie Disziplin, Fairness, Kommunikationsfähigkeit oder Teamgeist erlernen – sogenannte Social Skills, die heute in fast jeder Stellenausschreibung zu finden sind, heißt es in der Mitteilung weiter.

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Einen wichtigen Beitrag hierzu würden die lokalen Sportvereine leisten. Nicht selten profitieren Unternehmen von der jahrelangen ehrenamtlichen Vorarbeit, sagen Wohnungsunternehmen und Sportler.

Die Wohnungsgenossenschaft Lößnitz (WGL) gehe mit einem Positivbeispiel voran. Lange wurde bei den Suburbian Foxes – dem Radebeuler American-Football-Team – um den Aufbau eines Cheerleading-Teams gerungen. Viele andere kostenintensive Projekte standen weiter oben auf der Prioritätenliste – nur unter dem Vorbehalt einer externen Finanzierung wurde dies durch den Vorstand genehmigt.

Auf der Suche nach einem Sponsor wurde man bei der WGL fündig. Sie hat sich bereiterklärt, das Projekt gemeinsam mit den Foxes aus der Taufe zu heben. Viel Geduld war anfangs noch nötig, denn es fehlte an regelmäßigen Hallenzeiten. Man musste klein anfangen und dieses Team schrittweise aufbauen.

„Die WGL brachte diese Geduld mit, hatte zu jedem Zeitpunkt Verständnis und stand uns bei allen Fragen hilfreich zur Seite, bietet auch immer wieder Unterstützung an. Sie steht zu 100 Prozent hinter diesem Projekt“, sagt Tino Gehre, der lange Jahre Vorsitzender der Foxes war.

Heute trainieren die Cheerleader „Foxy Paws“ immer dienstags von 16 bis 18 Uhr in der Sporthalle der Radebeuler Schillerschule. Die Trainerinnen stehen im persönlichen Kontakt mit ihrem Sponsor, so können sich beide Parteien über ihre Wünsche und Vorstellungen direkt austauschen.

„Das entlastet die Vorstandsarbeit ungemein und spiegelt auch die selbstständige Stellung innerhalb des Vereines wieder. Nur gemeinsam mit der WGL können wir dieses Projekt realisieren und haben nun ein zukunftsfähiges Fundament für ein attraktives Sportangebot geschaffen“, so Foxes-Vorstand Michael Unger.

Gemeinsam wollen sie das Cheerleading in Radebeul etablieren, mit den beiden Trainerinnen Nicole Vetter und Conny Knauthe sollte das kein Problem sein. Bei beiden sind langjährige Cheerleading-Erfahrung sowie eine Tanzausbildung an der Dresdner Palucca-Schule vorhanden. (SZ)