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Chef von Sachsens Kulturstiftung räumt seinen Platz

Um Ralph Lindner war zuletzt eine Debatte entbrannt, nachdem Mitarbeiter ihn des Mobbings beschuldigt und in einem offenen Brief kritisiert hatten.

© Robert Michael

Dresden. Der umstrittene Direktor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen hat seit 1. Juli einen neuen Job. Wie das Kunstministerium am Mittwoch mitteilte, ist Ralph Lindner neuer Leiter des Max-Uhlig-Hauses und soll dieses zu einer internationalen Künstlerresidenz ausbauen. Um Lindner war zuletzt eine Debatte entbrannt, nachdem Mitarbeiter ihn des Mobbings beschuldigt und in einem offenen Brief kritisiert hatten (die SZ berichtete mehrfach). Durch seinen Vertrag hatte Lindner als Chef der Kulturstiftung jedoch quasi einen Job auf Lebenszeit. Nun hat das Ministerium die leidige Personalie offenbar durch eine Versetzung gelöst. Als Nachfolger übernimmt Lindners Posten in der Kulturstiftung kommissarisch der bisherige stellvertretende Stiftungsdirektor Manuel Frey. Kunstministerin Eva-Maria Stange erklärte: „Ich begrüße es sehr, dass die Kulturstiftung die erforderlichen Schritte zur Neustrukturierung der Geschäftsstelle einleitet.“

Das Max-Uhlig-Haus stehe im Zentrum der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst, speziell das reichhaltige Werk von Max Uhlig soll an dessen Entstehungs- und Wirkungsort erforscht, gepflegt, vermittelt und ausgestellt werden. „Hinzu kommen der Ausbau und Betrieb des großräumigen Atelier- und Wohnhauses als internationale Künstlerresidenz und als ein Raum für Zukunftsthemen“, so Stange. Max Uhlig hatte sein Haus sowie 15 214 Kunstwerke, eine umfangreiche Bibliothek, Erinnerungsstücke und eine Vielzahl persönlicher Dokumente im April der Kulturstiftung Sachsen geschenkt. (SZ)

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