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Chefin der Wochenmärkte verabschiedet sich

Seit 2012 kümmerte sich Brigitte Weigel um die zehn Dresdner Wochenmärkte. Ein Job für Frühaufsteher.

© R. Meinig

Von Nora Domschke

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Klar, dass ihr Abschied am Blumenstand von Jonny Zenker gefeiert wird. Man kennt sich hier auf dem Sachsenmarkt, der jeden Freitag an der Lingnerallee stattfindet. Der riesige rote Rosenstrauß ist nur eines von vielen Geschenken, die Brigitte Weigel an diesem Freitag überreicht bekommt. Mit 67 Jahren verlässt sie nun als Rentnerin die Landeshauptstadt in Richtung Freiberg. „Dort warten fünf Enkel auf mich“, sagt sie. Für sie sei wenig Zeit gewesen in den letzten Jahren.

Kein Wunder: Als Chefin der Wochenmärkte hatte Brigitte Weigel in den vergangenen sechs Jahren alle Hände voll zu tun. An zehn Plätzen, verteilt über das ganze Stadtgebiet, bieten Händler Blumen, Obst und Gemüse aus der Region an, es gibt Brot, Wurst, Käse, aber auch allerlei Haushaltsgeräte, Mützen und sogar einen Messerschleifer. Dass die Mischung stimmt, alle Händler ihren Stellplatz finden, der Müll weggeräumt und auch mal ein etwas ungewöhnliches Produkt angeboten wird – das alles gehört zum Job der Marktleiterin. Und auch, mit ihren Marktmeistern am frühen Morgen vor Ort eine Runde zu drehen und mit den Händlern zu plauschen.

Mit gut 150 Ständen ist der Sachsenmarkt einer der größten Wochenmärkte in Deutschland und bei den Händlern sehr beliebt. „Im Sommer haben wir richtig lange Wartelisten“, erzählt Brigitte Weigel. Denn verkaufen lässt es sich hier gut – bis zu 2 000 Besucher kommen jeden Freitag auf den Platz am Großen Garten. Organisiert werden die Dresdner Märkte von der Deutschen Marktgilde, für die Brigitte Weigel seit 1990 arbeitete. Nun folgt ihr Madeleine Megyesi-Lukaß auf den Posten als Leiterin in Dresden. Eines ihrer Zukunftsprojekte: ein neuer Wochenmarkt auf dem Böhnischplatz in der Johannstadt.