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Chefredakteur beigesetzt

Peter Rzepus ist auf dem Friedhof Naustadt im Kreis Meißen beerdigt worden. Er war 17 Jahre lang Chef der Dresdner Morgenpost.

© privat

Rund 100 Freunde und Kollegen nahmen gemeinsam mit der Familie am Donnerstag Abschied von Peter Rzepus. Der ehemalige Chefredakteur der Dresdner und Chemnitzer Morgenpost war am Montag voriger Woche im Alter von 64 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

Rzepus war 17 Jahre lang Morgenpost-Chefredakteur, zwei Jahre auch stellvertretender SZ-Chefredakteur. Der gebürtige Berliner und studierte Physiker kam nach der Wende als Chefreporter für die Morgenpost am Sonntag in die Region, lebte zunächst in Coswig. Später zog er mit seiner Frau und seinen drei Kindern nach Scharfenberg.

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„Er war ein Mann, der eine Menge aushalten konnte“, sagte Ulf Mallek, SZ-Regionalchef im Landkreis Meißen, in seiner Trauerrede in der Kirche Naustadt. „Er konnte auch die Krankheit aushalten, aber sie nicht aufhalten.“ Rzepus’ Themen waren die Zukunft der Zeitung oder die Gerechtigkeit in der Gesellschaft. „Was ihn umtrieb, betraf immer sehr viele Menschen.“ Mallek bezeichnete ihn als Kämpfer für eine gute Sache. Als Journalist setzte Peter Rzepus sich für Veränderungen ein, deckte Missstände auf. „Er hat den Kampf nicht verloren, denn andere werden ihn fortsetzen. Seine Kinder zum Beispiel.“

Enge Freunde trugen nach der Feier den Sarg des Verstorbenen zum Grab auf dem Friedhof. Dort verlas der langjährige Stellvertreter von Rzepus bei der Morgenpost, Nordfried Hönig, ein von der Ehefrau und den drei Kindern verfasstes freies Gebet. Darin heißt es: „Danke für die lieben Menschen und Freunde, die der Familie zur Seite stehen und für sie da sind.“

Unter den Trauergästen waren der Geschäftsführer der DDV-Mediengruppe Carsten Dietmann, SZ-Geschäftsführer Torsten Klose und der ehemalige SZ-Chef Mario Frank. (SZ)