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Sachsen

Polizei löst Ansammlung in Chemnitz auf

Erst Demo, dann Versammlung vor dem Büro einer rechtsextremen Vereinigung: Beamte mussten das geltende Kontaktverbot durchsetzen.

Teilnehmer der rechtsextremen Vereinigung Pro Chemnitz demonstrieren am Montag am "Nischel".
Teilnehmer der rechtsextremen Vereinigung Pro Chemnitz demonstrieren am Montag am "Nischel". © dpa/Jan Woitas

Chemnitz. Nach der rechten Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Chemnitz hat die Polizei am Montagabend eine Versammlung in der Chemnitzer Brauhausstraße aufgelöst. 

Neun Menschen hielten sich demnach vor einem Büro auf, das unter anderem von der rechtsextremen Vereinigung Pro Chemnitz genutzt wird, wie ein Sprecher der Polizei Chemnitz am Mittwoch sagte. Derartige Zusammenkünfte sind nach den geltenden Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus nicht erlaubt.

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Bei Eintreffen der Beamten hätten sich die Personen ins Gebäude zurückgezogen, hieß es. Die Polizei habe sich daraufhin Zutritt verschafft. Gegen sieben Menschen sei Anzeige wegen Verstößen gegen die sächsische Corona-Verordnung erhoben worden.

Pro Chemnitz hatte am Montagabend unter strengen Auflagen mit 15 erlaubten Teilnehmern gegen die Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus demonstriert. 

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Tatsächlich befanden sich im Umfeld der Demo am Karl-Marx-Denkmal allerdings etwa 300 Personen, hieß es von der Polizei. 40 Personen wurden wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung angezeigt. Zudem wurden vier Straftaten erfasst, unter anderem wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. (dpa)

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