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Chemnitzer Autobrand: Mutmaßlicher Täter war Reifenstecher

Der nach dem Brand dreier Autos in Chemnitz verhaftete Tatverdächtige ist 2004 wegen Reifenstecherei schon einmal ins Visier der Justiz geraten.

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Chemnitz. Der nach dem Brand dreier Autos in Chemnitz verhaftete Tatverdächtige ist 2004 wegen Reifenstecherei schon einmal ins Visier der Justiz geraten. Die Polizei bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. Demnach hat der jetzt 42 Jahre alte Mann von Juli 2002 bis Oktober 2003 in Chemnitz und Umgebung an 669 Autos die Reifen zerstochen und war dafür vom Landgericht damals zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Jetzt wird ermittelt, ob er für den Brand der drei Autos im Parkhaus der Agentur für Arbeit am ersten Weihnachtstag sowie auch für andere Autobrände in und um Chemnitz verantwortlich ist. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Zum Stand der Ermittlungen machte die Polizei keine Angaben.

Autobrände in Chemnitz

Ausgebrannte Autos stehen am ersten Weihnachtsfeiertag im Parkhaus an der Agentur für Arbeit auf der Heinrich-Lorenz-Straße.
Ausgebrannte Autos stehen am ersten Weihnachtsfeiertag im Parkhaus an der Agentur für Arbeit auf der Heinrich-Lorenz-Straße.
In der unteren Parkebene waren mehrere Dienstwagen der Agentur in Brand geraten.
In der unteren Parkebene waren mehrere Dienstwagen der Agentur in Brand geraten.
Zwei VW Touran und ein Mercedes Vito brannten vollständig aus.
Zwei VW Touran und ein Mercedes Vito brannten vollständig aus.
Drei Mercedes 220 CDI wurden zudem in Mitleidenschaft gezogen, teilte die Polizei mit.
Drei Mercedes 220 CDI wurden zudem in Mitleidenschaft gezogen, teilte die Polizei mit.
Zur Höhe des Schadens sowohl an Fahrzeugen als auch am jetzt gesperrten Parkhaus liegen noch keine Angaben vor.
Zur Höhe des Schadens sowohl an Fahrzeugen als auch am jetzt gesperrten Parkhaus liegen noch keine Angaben vor.
Auch die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar, Brandstiftung wird jedoch nicht ausgeschlossen.
Auch die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar, Brandstiftung wird jedoch nicht ausgeschlossen.
Die Polizei lässt nun die Sondereinheit „Kfz-Brände“ ermitteln.
Die Polizei lässt nun die Sondereinheit „Kfz-Brände“ ermitteln.

Seit Monaten sind immer wieder Autos in Chemnitz und der Region Stollberg in Brand gesteckt worden. Die Polizei gründete daraufhin eine Ermittlungsgruppe „Kfz-Brände“. Bisher zählten die Ermittler 20 Brandstiftungen mit 46 beschädigten Autos. Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Anfang September hatte Polizeipräsident Uwe Reißmann eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung der Täter führen. (dpa)