merken

Chemnitz

Chemnitzer FC entlässt weitere Mitarbeiter

Nach dem Nazi-Eklat zieht der Verein weitere personelle Konsequenzen. Auch das Sicherheitspersonal wurde ausgetauscht.

© Swen Pförtner / dpa (Symbolbild)

Chemnitz (dpa/sn) - Der Chemnitzer FC hat weitere Konsequenzen nach der umstrittenen Trauerfeier für einen toten rechtsextremen Fan gezogen. Der Fußball-Regionalligist beendete mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Sicherheitsdienst und dessen Subunternehmen. Zudem wurde der Sicherheitsbeauftragte des Vereins ausgetauscht und der Posten des Veranstaltungsleiters neu besetzt. Wer das nun übernimmt, gab der Chemnitzer FC in seiner Presseerklärung am Freitag aber nicht bekannt.

Als Veranstaltungsleiter war Thomas Uhlig am vergangenen Sonntag zurückgetreten. Er hatte damit auf die Vorkommnisse beim Heimspiel des CFC gegen die VSG Altglienicke (4:4) reagiert. Vor dem Spiel war es zu einer Trauerbekundung für einen gestorbenen Fan gekommen, der als Mitbegründer einer ehemaligen rechtsextremen Organisation galt. Dieser hatte mit seinem Sicherheitsdienst bis 2007 auch für den CFC gearbeitet.

Anzeige
Durchblättern und viel sparen

Frisch, lebendig und lesefreundlich. Stöbern Sie hier online in den aktuellen Magazinen und Partnerangeboten.

Der Insolvenzverwalter des CFC, Klaus Siemon, sprach sich in der Aufarbeitung der Geschehnisse für das Gewaltmonopol das Staates im Stadion aus. "Die Erledigung von Sicherheit in Stadien durch private Sicherheitsdienste ist Einfallstor für rechtsextreme Ideologien", hatte er jüngst bei Twitter geschrieben. Siemon bekräftigte mittlerweile mehrfach, dass Uhlig genötigt beziehungsweise sogar erpresst worden sein soll, die Traueraktionen zu genehmigen. (dpa)

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

CFC verhängt Hausverbote gegen Ultras

Mitglieder von "Kaotic Chemnitz" dürfen nicht mehr ins Stadion. Die Gruppe hatte einen verstorbenen Rechtsextremisten im Stadion betrauert.

Symbolbild verwandter Artikel

CFC-Fußballer schreiben offenen Brief

Die Spieler des in Verruf geratenen Chemnitzer FC wollen sich gegen Rechts positionieren. Beim kommenden Heimspiel sind dazu Aktionen geplant.

Symbolbild verwandter Artikel

Das erste Spiel nach dem Skandal

Der Chemnitzer FC spielt am Samstag wieder zu Hause. Der Verein will sein Image verbessern - mit verschiedenen "Aktionen".

Symbolbild verwandter Artikel

Was der Verfassungsschutz über Hooligans weiß 

Hat der Fußball in Sachsen ein Nazi-Problem? Nach den Vorkommnissen beim Chemnitzer FC äußert sich nun der Chef des Verfassungsschutzes in Sachsen.

Symbolbild verwandter Artikel

CFC-Spieler nach Skandal-Jubel gesperrt

Der Nordostdeutsche Fußballverband hat die vorläufige Sperre gegen den Chemnitzer Daniel Frahn mit unsportlichem Verhalten des Mittelstürmers begründet.

Symbolbild verwandter Artikel

"Ich bin kein Nazi"

Daniel Frahn, Stürmer beim Chemnitzer FC, hat sich für seinen umstrittenen Jubel mit einem Hooligan-T-Shirt entschuldigt.

Symbolbild verwandter Artikel

CFC stellt Anzeige nach Gedenkminute

Fans des Regionalligisten gedachten am Samstag des verstorbenen Gründers der Organisation Hooligans-Nazis-Rassisten. Es folgte ein Rücktritt. Jetzt gibt es weitere Konsequenzen.

Symbolbild verwandter Artikel

Rücktritt nach Skandal-Trauer beim CFC

Beim Samstagsspiel des Regionalligisten gedachten Fans des verstorbenen Gründers der Organisation Hooligans-Nazis-Rassisten. Der Verein reagiert umgehend.