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Chemnitz

Chemnitzer FC entlässt weitere Mitarbeiter

Nach dem Nazi-Eklat zieht der Verein weitere personelle Konsequenzen. Auch das Sicherheitspersonal wurde ausgetauscht.

© Swen Pförtner / dpa (Symbolbild)

Chemnitz (dpa/sn) - Der Chemnitzer FC hat weitere Konsequenzen nach der umstrittenen Trauerfeier für einen toten rechtsextremen Fan gezogen. Der Fußball-Regionalligist beendete mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Sicherheitsdienst und dessen Subunternehmen. Zudem wurde der Sicherheitsbeauftragte des Vereins ausgetauscht und der Posten des Veranstaltungsleiters neu besetzt. Wer das nun übernimmt, gab der Chemnitzer FC in seiner Presseerklärung am Freitag aber nicht bekannt.

Als Veranstaltungsleiter war Thomas Uhlig am vergangenen Sonntag zurückgetreten. Er hatte damit auf die Vorkommnisse beim Heimspiel des CFC gegen die VSG Altglienicke (4:4) reagiert. Vor dem Spiel war es zu einer Trauerbekundung für einen gestorbenen Fan gekommen, der als Mitbegründer einer ehemaligen rechtsextremen Organisation galt. Dieser hatte mit seinem Sicherheitsdienst bis 2007 auch für den CFC gearbeitet.

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