merken

Deutschland & Welt

Chicagos Bürger hoffen auf Lori Lightfoot

Die gefährlichste Stadt der USA hat jetzt eine schwarze Bürgermeisterin. Die kommt selbst aus schwierigem Milieu. 

Afroamerikanisch, homosexuell, progressiv: Lori Lightfoot will Chicago wieder lebenswert machen. © imago/zuma press

Chicago. Erstmals in der Geschichte der US-Stadt Chicago ist mit Lori Lightfoot (56) eine Afro-Amerikanerin zur Bürgermeisterin gewählt worden. Die Juristin setzte sich mit großem Vorsprung gegen die 72 Jahre alte Toni Preckwinkle durch, wie die US-Medien nach Auszählung der allermeisten Wahlbezirke berichteten. Beide gehören der Demokratischen Partei an.

Lightfoot (56) war als Aktivistin gegen Polizeigewalt bekannt, vertrat aber auch große Tabakkonzerne. Sie wurde unter anderem von der "Chicago Tribune" gegen Preckwinkle (72) unterstützt, die als Vertreterin des Establishments gilt.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Was? Ein Suzuki? Klar, ist cool!

Viel Esprit und frischer Charme - deshalb ist das Energiebündel Suzuki Swift so beliebt.

 "Jetzt, wo es vorbei ist, weiß ich, dass wir zusammen für die Stadt arbeiten werden, die wir beide lieben", erklärte Lightfoot am späten Abend. Preckwinkle gratulierte der Siegerin, wie der Sender CNN berichtete.

Korruption, Gewaltexzesse krimineller Banden und Armut in den Wohnvierteln der Schwarzen, die ein Drittel der 2,6 Millionen Einwohner stellen, sind die Streitthemen in Chicago. Lightfoot folgt als Bürgermeisterin auf den umstrittenen Rahm Emanuel, der nicht mehr angetreten war. 

Dem ehemaligen Stabschef des demokratischen Präsidenten Barack Obama waren falsche Entscheidungen im Kampf gegen Kriminalität und Vetternwirtschaft vorgehalten worden. Lightfoot, die sich zu ihrer Homosexualität bekennt, sprach auf Twitter von einer "wiedergeborenen Stadt", in der es nicht auf Hautfarbe und Sexualität ankomme. Wie Spiegel Online berichtet, entstammt Lightfoot einer armen Bauernfamilie. Ihr Bruder saß bereits mehrere Jahre im Gefängnis.  (SZ/ mit dpa)

Osterüberraschung