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Chinesischer Investor übernimmt sächsischen Autoteile-Zulieferer

Ein Unternehmen aus China steigt bei einem sächsischen Mittelständler ein. Der Autozulieferer will mit den Investitionen seinen Aufstieg fortsetzen.

Niederwürschnitz. Ein chinesischer Staatskonzern steigt über eine Tochtergesellschaft bei dem sächsischen Automobilzulieferer Koki Technik Transmission Systems ein. Das Unternehmen bekomme damit einen strategischen Investor, sagte der Leiter der Unternehmenskommunikation, Alexander Häussermann, am Mittwoch. „Wir haben sehr darauf hingearbeitet“, betonte er. Die „Freie Presse“ (Mittwoch) hatte zuvor darüber berichtet.

Das sächsische Unternehmen mit Sitz in Niederwürschnitz bei Stollberg (Erzgebirgskreis) produziert an fünf Standorten in Sachsen, China und Indien innere Schaltsysteme für Getriebe. „Der chinesische Investor bietet genau die Möglichkeiten, die wir brauchen, um uns weiterzuentwickeln“, sagte Häussermann.

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50 Millionen Euro Investitionen

Er betonte, „wir werden eigenständig bleiben“. Bedingung der Chinesen sei gewesen, dass das Management bei dem sächsischen Mittelständler an Bord bleibt. Nach den bisherigen Planungen sollen in den kommenden drei Jahren 50 Millionen Euro investiert werden. Zuletzt waren zwei Finanzinvestoren Hauptgesellschafter des Unternehmens. Es habe sich in dieser Zeit vom Teilefertiger zum Systemlieferanten entwickelt, hieß es. Im Geschäftsjahr 2012/2013 machte der Hersteller mit 785 Beschäftigten rund 115 Millionen Euro Umsatz.

Der chinesische Investor - Avic Electromechanical Systems (Avicem) - ist eine Tochtergesellschaft der staatlichen Unternehmensgruppe Aviation Industry Corporation of China (Avic). Die Firma beschäftigt weltweit rund 70 000 Mitarbeiter. Sie produziert elektromechanische Systeme für Luftfahrt- und Automobilindustrie. Avicem-Vorstandschef Jian Wang betonte laut Pressemitteilung, die Übernahme werde die Position von Avicem im Bereich Fahrzeugantriebstechnik stärken.

Laut einer Studie der Wirtschaftsberatung Ernst & Young hat Sachsen schon im vergangenen Jahr deutlich mehr internationale Investoren angezogen. 17 Mal entschieden sich ausländische Firmen für ein Projekt im Freistaat. Das ist ein Plus von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und Platz 8 im Bundesländervergleich. Die ausländischen Investoren schufen 753 Arbeitsplätze - mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Bundesweit stieg das ausländische Engagement um 12 Prozent auf 701 Projekte. (dpa)