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Chinesischer Pavillon öffnet

1997 brannte das Gebäude aus. Seit 2005 arbeitete eine Initiative an der Wiederöffnung des Hauses - mit Erfolg.

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© dpa

Dresden. Nach mehr als 18 Jahren ist in Dresden der einzige historische Pavillon der chinesischen Kaiserzeit in Deutschland wieder zugänglich. Eröffnet wird das Gebäude im Stadtteil Weißer Hirsch am Donnerstag (1. Oktober), teilte der Verein am Montag mit. Ab 2016 kann es von der Öffentlichkeit genutzt werden. Der Pavillon soll als Begegnungsstätte für den deutsch-chinesischen Austausch dienen. „Er ist denkmalgerecht wiederhergestellt, aber nicht fertig ausgebaut“, sagte Ehrenpräsident Malte von Bargen. Dafür sowie für die Außenanlagen fehle noch etwa eine Viertelmillion Euro.

Der 1911 für die erste Internationale Hygiene-Ausstellung in Dresden gebaute Pavillon blieb als Gastgeschenk der chinesischen Regierung an der Elbe. 1912 wurde er von dem Kurort Bad Weißer Hirsch gekauft und diente als Lesehalle und Kurcafé, im Zweiten Weltkrieg als Lazarett und danach als Gaststätte, Lesecafé oder Büro. 1992 eröffnete ein chinesisches Restaurant in dem Hallenbau mit Walmdach, dessen Verfall nach einem Brand 1997 besiegelt schien.

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Seit 2005 bemüht sich der Dresdner Verein, das außergewöhnliche Gebäude und seine Außenanlagen wieder aufzubauen. Was daraus werden soll.

2005 gründeten Hirsch-Bewohner auf Initiative des Rechtsanwalts von Bargen den Verein zum Wiederaufbau des Pavillons, der als nationales Kulturgut auch in die Staatsförderung aufgenommen wurde. Aus Spenden sowie Zuschüssen von Bund und Land kamen bisher fast eine Million Euro für die denkmalgerechte Sanierung zusammen. (dpa)