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Christliches Kinderhaus wächst

Die Kita erhält 23 neue Plätze. Am ersten Spatenstich beteiligten sich am Dienstag auch die Kinder der Einrichtung.

© Norbert Millauer

Von Ines Scholze-Luft

Coswig. Ist das ein fleißiges Graben und Schütten am Dienstagvormittag vor dem Christlichen Kinderhaus St. Martin auf dem Käthe-Kollwitz-Weg in Coswig. Mädchen und Jungen der Kita – insgesamt 97 zwischen einem Jahr und Schulanfängeralter zählt sie derzeit –, zünftig mit Bauhelm und Warnweste, bemühen sich, mindestens ebenso viel Erde in die kleinen Baukipper zu schaufeln wie die großen Helfer im Anzug.

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Lockere, freudige Aufbruchstimmung beim symbolischen ersten Spatenstich fürs Erweitern und Sanieren der Kita in Trägerschaft der Caritas. Seit Monaten haben alle Beteiligten diesen Tag vorbereitet. Die Stadt, schon länger mit dem Träger im Gespräch, steuert einen beachtlichen Teil zu den 1,5 Millionen Euro Gesamtbausumme bei, rund 550 000 Euro, etwa 50 000 Euro kommen von der Caritas, 900 000 Euro als Fördermittel aus dem Programm Brücken in die Zukunft. Staatssekretär Herbert Wolff vom Kultusministerium spricht von sehr gut angelegtem Geld. Besonders angetan ist er, weil auch ein freier Träger die Mittel in Anspruch nimmt. OB Frank Neupold (parteilos) zufolge war das Kinderhaus Anfang der 90er-Jahre die erste Einrichtung in freier Trägerschaft in der Stadt. Zu der Zeit noch etwas Ungewöhnliches, doch schon damals funktionierte die Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde gut, wie heute mit der Caritas, so der OB.

Architekt Stefan Bunke freut sich, dass die Tiefbauarbeiten vor der Kita schon laufen. Für den feierlich-fröhlichen Spatenstichmoment legen die Bauleute ihr Werkzeug aus der Hand, kommen näher heran.

Der Architekt erläutert, wie das Haus aussieht, das im Herbst 2019 fertig sein soll. So bietet der geplante Anbau, teilweise zweigeschossig, neue Gruppen- und Schlafräume sowie einen weiteren Mehrzweckraum. Und damit 23 Plätze mehr. Im bestehenden Gebäude werden die Sanitärbereiche neu gegliedert, die Küche erneuert. Kita-Leiterin Katharina Langer zufolge wird sie modernisiert und vergrößert, bleibt aber weiterhin eine Ausgabeküche. Während des Umbaus zieht sie vorübergehend in einen Container.

Als Pfarrer Norbert Gatz von der katholischen Heilig-Kreuz-Gemeinde die Baustelle und das ganze Vorhaben segnet, steigt eine Lerche munter singend in den Himmel. Die Kita-Kinder stehen ihr nicht nach. Wer will fleißige Handwerker seh’n, wollen sie in ihrem Lied wissen und antworten gleich selbst: Die haben nun bei ihnen an der Kita zu tun – vom Elektriker bis zum Maler und Maurer. Da gibt es viel zu schauen für die aufgeweckten, wissbegierigen Mädchen und Jungen. Die dann gern mal selbst mit ihrem Spielzeug loslegen, mit Bagger, Kipper und Schaufel.