merken

Sport

Daum im Zug von Fußballfans bedrängt

Frankfurt-Fans umringten und besangen den ehemaligen Trainer im ICE. Der besänftigte mit Gesprächen und Selfies - und lobte die Polizei.

Der ehemalige Trainer wurde im Zug von Fußballfans bedrängt.
Der ehemalige Trainer wurde im Zug von Fußballfans bedrängt. © dpa/Oliver Killig

Köln. Der frühere Bundesliga-Trainer Christoph Daum will auch nach dem kuriosen Fan-Vorfall in einem ICE in Zukunft weiter mit dem Zug reisen. Der 66-Jährige war am Samstagabend von Fans seines Ex-Clubs Eintracht Frankfurt in einem Abteil entdeckt und lautstark besungen worden. 

"Ich werde weiter mit der Bahn fahren", erzählte Daum am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Ich wurde teils in den Sitz reingedrängt, die anderen Mitreisenden an die Scheibe gedrückt. Es war so eng und ich dachte, hoffentlich fliegt der Waggon jetzt nicht von den Schienen. Das war wie auf hoher See", sagte Daum.

Erfüllen Sie sich Ihren Wohntraum

Eine Veränderung wäre doch gut, oder etwa nicht? Tipps zum Thema Einrichtung und Wohnen gibts in einer besonderen Themenwelt von sächsische.de. Ein Blick hinein lohnt sich!

Im Internet kursiert ein Video, auf dem der Fußball-Lehrer in einem Abteil von Fans umringt und besungen wird: "Christoph Daum ist wieder da und in Frankfurt kauft er Koka." Dass er damit von den Anhängern an seine Kokain-Affäre vor fast 20 Jahren erinnert wurde, brachte Daum nicht aus der Ruhe. 

"Der Wagen wackelte, aber ich habe dann durch Gespräche und Selfies, die ich mit denen gemacht habe, die Situation etwas beruhigen können", berichtete der Coach, der gemeinsam mit seiner Ehefrau unterwegs war.

Ein besonderes Lob hatte Daum für die Polizei übrig. "Ich kann der Polizei nur ein Riesenkompliment machen. Jetzt habe ich mal aus nächster Nähe erfahren, was die Polizei für einen riesigen Einsatz für die Fußballvereine leistet", sagte er. 

Die Eintracht-Fans waren nach dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf auf der Heimreise, als sie zu Daum in den Zug stiegen. "Die Polizeiarbeit wird im Fußball immer so ein bisschen wie eine Selbstverständlichkeit abgetan. Aber wenn du mal mitten in so einer Menschenmasse feststeckst, dann lernst du es ganz anders schätzen." (dpa)