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Bauen und Wohnen

Clever Heizen

So umgehen Sie die steigenden Energiekosten.

© istock.com/AndreyPopov

Die Blätter fallen von den Bäumen, Regentropfen im Gesicht – jetzt schnell den Garten winterfest machen, dann ins Haus und es sich im kuschelig warmen Wohnzimmer gemütlich machen. Ein guter, aber möglicherweise teurer Plan, denn genauso sicher wie der Herbst, kommen steigende Energiepreise auf uns zu. Aufgrund der generell kälteren Witterung in diesem Jahr, könnten die Heizkosten um bis zu 6 % steigen! Deshalb ist es wichtig, nur dann zu heizen, wenn es auch wirklich notwendig ist, um nicht unnötig Energie und Geld zu verschwenden.

Heizung per App oder Sprachassistent steuern

Es ist dank neuster und smarter Technik möglich, sogar von unterwegs aus für eine warme Wohnung zu sorgen oder auch kurzfristig die Heizung runterzufahren, da beispielsweise ein spontaner Kinoabend ansteht. Eine smarte Steuerung der Heizung ist nicht nur bequem, sondern zum Glück inzwischen für jeden erschwinglich. Nicht nur, dass Geräte immer besser und günstiger werden, es macht auch noch eine Menge Spaß! Wer will heute noch aufstehen, um die Heizung hochzudrehen? Dank Sprachsteuerung ist nicht nur die Bedienung extrem komfortabel, sondern die Temperatur lässt sich auch bei den meisten Geräten gradgenau einstellen. Die Installation und Montage ist für nahezu alle Heizungsventile ohne großen Aufwand möglich und bei Aus- oder Umzug schnell rückbaubar.

Besser mit Gas als mit Öl heizen

Wer beim Heizen sparen will, muss aber auch bei der Heizung einiges beachten. Alte Ölheizungen stehen noch in 24 % aller deutschen Haushalte, ein großer Nachteil für die Verbraucher. Das Vergleichsportal „Verivox“ hat herausgefunden, dass Gas deutlich günstiger heizt - über 100 Euro haben Besitzer einer modernen Gasheizung in den letzten zehn Jahren pro Winter gegenüber einer Ölheizung einsparen können! Dazu kommen die starken Preisschwankungen und –steigerungen auf dem Öl-Markt. Fährt der Tankwagen in der falschen Woche vor, rauschen gerne mal zusätzliche hundert Euro zu viel durch den Schlauch. Da die Tankkapazitäten eines jeden Haushaltes mit Ölheizung aber begrenzt sind, lässt sich ein günstiger Termin zum Nachbestellen nicht immer gut abpassen. Eine Umstellung von Öl auf Gas, die auch steuerlich attraktiv ist, sollte deshalb unbedingt von jedem Hausbesitzer und Vermieter geprüft werden.

Energie aus dem Küchenabzug kann jetzt genutzt werden

Währenddessen gibt es immer neue und umweltschonende Wege, Energie zu produzieren, die bereits produzierte Wärme doppelt nutzen können. In diesem Fall sind nicht Fernwärme-Heizungen, sondern Wärmepumpen gemeint. Ein Start-up aus Malmö in Schweden hat jetzt ein ganz besonders cleveres Heiz-Prinzip für Restaurants entwickelt, mit dem diese ihre Räume und ihr Wasser mit der Abluft, die durchs Kochen entsteht, heizen können. Zugegeben, das System ist etwas kompliziert: Durch ein Rohrsystem, das mit einer Wärmepumpe gekoppelt ist, wird zuerst das Fett aus der Restaurantventilation gefiltert, dann kann die Wärme wieder zurückgeführt und die Energie somit noch einmal verwendet werden.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin P. Leuchtmann.