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Comeback des Borsberglaufs

Nach einjähriger Pause wird am Tag der Deutschen Einheit wieder gerannt – natürlich auch die Hammeranstiege hinauf.

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© privat

Von Tino Meyer

Am Anfang steht die Landschaft, dieses urwüchsige Stück Natur mit schmalen Pfaden, steilen Anstiegen, den Felsbrocken und Bäumen sowie der tollen Aussicht. Daraus entwickelt sich Faszination und irgendwann dann Leidenschaft, verbunden mit der Herausforderung, alles laufend neu zu entdecken. In Kurzfassung ist das die Entstehungsgeschichte des Borsberglaufs.

Die Faszination Borsberg, weitere Rennen sowie praktische Lauftipps in: „Dresden läuft“. Erhältlich in den SZ-Treffpunkten, im Buchhandel, dem Laufsportladen sowie unter: www.editionSZ.de
Die Faszination Borsberg, weitere Rennen sowie praktische Lauftipps in: „Dresden läuft“. Erhältlich in den SZ-Treffpunkten, im Buchhandel, dem Laufsportladen sowie unter: www.editionSZ.de

Denn als sich der Dresdner Ralph Koritz in den 1990er-Jahren im Schönefelder Hochland mit den Borsberghängen und dem Friedrichsgrund regelmäßig auf den Rennsteiglauf vorbereitet, hat er neben der Stoppuhr manchmal auch Uwe Sonntag dabei. Begeistert von der herrlich herausfordernden Gegend sind sie beide, nur die sportlichen Erfolge sehr unterschiedlich. Während Koritz dreimal den Marathon am Rennsteig gewinnt und beim Supermarathon über gut 72 Kilometer zweimal Zweiter wird, ist Sonntag sogar neunmal in Folge am Start – mit Rang 254 als bester Platzierung. Dafür kommt ihm die Idee eines Rennens im Naturschutzgebiet oberhalb von Schloss Pillnitz. Müsste man nicht …

Gesagt, getan. Seit dem 3. Oktober 2003 wird immer am Einheitsfeiertag gerannt. „Wir haben anfangs versucht, den Termin zu verlegen. Aber inzwischen ist der Lauf eine Institution. Borsberg und 3. Oktober gehören zusammen“, sagt Sonntag, der zudem den Oberelbe-Marathon organisiert, und er weiß natürlich um diese eine Ausnahme. Aus personellen Gründen hat er den Lauf im vergangenen Jahr ausfallen lassen müssen. Der Aufschrei in der Laufszene ist entsprechend groß gewesen, erst recht nach dem Teilnehmerrekord von mehr als 800 Läufern vor zwei Jahren.

Doch nun gibt es das Comeback des aufgrund der knackigen Anstiege wohl besonders anstrengenden Laufvergnügens, natürlich am 3. Oktober. „Wir freuen uns sehr, dass wir mithilfe neuer und alter Sponsoren mit dem Borsi wieder am Start sind“, sagt Sonntag, der den Oberelbe-Marathon e.V. als Veranstalter gewonnen hat, jenes Team also, das den Landschaftslauf entlang der Elbe organisiert – am 30. April 2017 übrigens zum 20. Mal.

„Natur pur mit anspruchsvollem Profil, dafür steht der Borsberglauf auch künftig“, sagt Sonntag und verweist auf das familienfreundliche Angebot. Von 2,2 bis 17,5 Kilometern gibt es insgesamt vier Distanzen zur Wahl – und für die Kinder beim Bambinilauf eine Extra-Motivation. Nach der Runde um den Sportplatz des Hockeyvereins Pillnitz wartet auf die Knirpse schließlich eine besonders geschmackvolle Medaille: eine Bäckerbrezel. Auch das gehört inzwischen längst beim Borsberglauf dazu.