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Computer für die Schkola-Schüler

Die Ebersbacher Schule hat eine Spende für neue Lerntechnik bekommen. Auch Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche sollen damit gefördert werden.

© Bernd Gärtner

Von Patrick Richter

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Ebersbach. An der Ebersbacher Schkola sind die Computer mit den Lernspielen unter den Schülern der Grundstufe von der ersten bis zur dritten Klasse heiß begehrt. Immer, wenn sich die Gelegenheit bietet und die Kinder Zeit haben, möchten sie sich an den Rechnern der Schule ausprobieren. Bislang ging das allerdings nur begrenzt, noch war wenig Technik und nur ein Computer pro Klasse vorhanden. Das ändert sich jetzt durch eine Spende der Sparkasse, mit deren Hilfe drei neue Laptops mitsamt Zubehör angeschafft werden konnten. Am Montag überbrachte Sparkassen-Vorstandschef Michael Bräuer die Spende – die Kinder der Grundstufe bedankten sich bei ihm mit einem kleinen musikalischen Programm.

Noch ein bisschen übten die Grundschüler ihre Lieder, bis Michael Bräuer dann an der Schkola eintraf. Er bekam nach einem fröhlichen „Hallo“ auch gleich einige Ständchen gespielt und vorgesungen – auf Deutsch und Tschechisch, wie es für die mehrsprachige Schule in Ebersbach typisch ist. Wie es zu der Spende kam, das erklärt Jana Ramesova, die Teamleiterin der Grundstufe an der Schkola: So hatten sich die Verantwortlichen der Privatschule im Januar zur jährlichen Klausurtagung getroffen. Frau Ramesova brachte dort an, dass die Schule künftig mehr Computer gebrauchen könnte. Zum Vorteil der Schkola war auch Michael Bräuer von der Sparkasse bei der Tagung dabei, seit über zehn Jahren sitzt er im Beirat der Schule. „Die Spende ist letzten Endes Frau Ramesovas Verdienst, weil sie die neuen Computer ins Gespräch gebracht hat“, sagt Michael Bräuer, „für uns als Sparkasse ist das ein Punkt, wo wir mit dem Geld etwas Sinnvolles tun können.“ Drei Laptops mit Mäusen, Kopfhörern und Lautsprechern, sowie Beamer und Leinwand hat das Kreditinstitut somit der Schule finanziert. Wie viel Geld dafür gespendet wurde, das möchte Bräuer allerdings nicht verraten. „Es geht nicht um die Höhe des Betrags, sondern was damit erreicht werden kann“, sagt er.

Was damit erreicht werden kann, das weiß Jana Ramesova genau: Die neuen Computer werden für die Schüler der Grundstufe so vorbereitet, dass sie darauf Lernspiele für Mathematik und Sachkunde spielen können und allgemein den Umgang mit Computern und dem Internet lernen können. Das wurde auch bislang an der Schule so gehandhabt, wie Frau Ramesova sagt. Wenn die Kinder ihr Aufgabenpensum einer Woche geschafft haben, können sie beispielsweise freitags an den Rechnern spielend lernen. Hinzukommen soll bald auch ein Programm speziell für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche. Eine von Jana Ramesovas Schkola-Kolleginnen studiert derzeit an der Technischen Universität in Chemnitz, wo sie in einem Team ein neues Lernprogramm für die Schkola ausarbeitet, das zum Unterrichtsstoff passt und Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche fördert. Im neuen Schuljahr nach den Sommerferien soll das Programm dann erstmals auf den neuen Laptops zum Einsatz kommen.

„Für die Kinder ist es Spielen, dabei ist es eigentlich Lernen“, sagt Jana Ramesova. Das sei der Vorteil an den Lernprogrammen. In den Vordergrund rücken soll das in der Schkola allerdings nicht, wie sie sagt. So solle die individuelle Förderung im Unterricht das Wichtigste bleiben – die Lernspiele allerdings bieten eine Alternative, die ebenfalls gern genutzt werde.