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Sachsen

Connewitz-Debatte unter Pseudonym

Nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht hat sich Leipzigs Polizei-Pressesprecher in die Debatte auf Twitter eingemischt - mit seinem privaten Account.

In der Neujahrsnacht ist es in Leipzig zu Zusammenstößen zwischen Linksautonomen und der Polizei gekommen.
In der Neujahrsnacht ist es in Leipzig zu Zusammenstößen zwischen Linksautonomen und der Polizei gekommen. © dpa/Sebastian Willnow

Leipzig. Der Sprecher der Leipziger Polizei, Andreas Loepki, hat sich nach den linksextremistischen Ausschreitungen in der Silvesternacht im Leipziger Stadtteil Connewitz über seinen privaten Twitter-Account in die Debatte über die Angriffe auf die Polizei eingemischt. Als @andreas0310 kommentierte er unter dem Pseudonym „ALoe“ Tweets von Journalisten und anderen Nutzern zu den Geschehnissen. Den Nutzern schien allerdings klar gewesen zu sein, mit wem sie sich austauschen.

Das Innenministerium bestätigte die Nutzung des privaten Accounts. Pascal Ziehm, Leiter Stabsstelle Kommunikation der Polizei, sagte: „Offizielle Verlautbarungen und Reaktionen seitens der Polizei Sachsen erfolgen ausschließlich auf deren offiziellen Kanälen.“ Äußerungen zu dienstlichen Sachverhalten auf privaten Accounts seien untersagt.

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Andreas Loepki sagte dem Tagesspiegel, er habe diesen Kanal als Zusatzangebot gesehen, um Missverständnisse zu klären. Sein Angebot sei eher kritisch angenommen worden. Nach der Silvesternacht hatte es Debatten über eine Mitteilung der Polizei gegeben, in der von der Not-OP eines Beamten die Rede war. Später hieß es, der verletzte Polizist sei stationär behandelt worden. (SZ)