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Sachsen

Connewitzer Aufzug bleibt friedlich

Die befürchteten Krawalle bleiben bei der Demo "gegen Polizeigewalt" aus. Die Linken richten kaum Schäden an und zerstreuen sich zwischen Glühweinbuden.

Teilnehmer einer linken Demonstration ziehen mit Transparenten gegen "Polizeigewalt und Willkur" durch den Leipziger Stadtteil Connewitz.
Teilnehmer einer linken Demonstration ziehen mit Transparenten gegen "Polizeigewalt und Willkur" durch den Leipziger Stadtteil Connewitz. © Sebastian Willnow/dpa

Von Sven Heitkamp, Leipzig

In Leipzig sind am Freitagabend befürchtete Krawalle ausgeblieben. Rund 500 schwarz gekleidete Demonstranten – dreimal so viel wie erwartet – zogen ab 18:30 Uhr unter dem Motto „Gegen Polizeigewalt und Willkür“ durch die Südvorstadt und Connewitz. Es flogen allerdings einige Böller und Steine. Die Polizei twitterte dazu: „Wir möchten darauf hinweisen, dass dies zu unterlassen ist. Silvester ist erst Ende des Monats.“

Zwei Beamte wurden laut Angaben der Polizei verletzt, ein Einsatzfahrzeug wurde beschädigt. Die Polizei begleitete mit einem Großaufgebot die Demonstration, die Menge rief dagegen: „Bullenschweine raus aus dem Viertel.“ Auf einem Transparent hieß es: „Kriminell ist nicht die Eisenbahnstraße, sondern das System“. Gegen 20 Uhr löste sich der Aufzug vor dem Weihnachtmarkt am Connewitzer Kreuz friedlich auf.

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Am Donnerstag hatte Polizeisprecher Andreas Loepki noch vor möglichen Ausschreitungen gewarnt: „Ausweislich des Aufrufes scheinen zumindest Einzelpersonen offenbar nicht darauf aus, friedlich eine Meinung in die Öffentlichkeit zu tragen.“ Auch in einem Aufruf zur Demo hieß es: „Auf das die Angst die Seite wechselt und dieser Freitag der 13. ein schwarzer Tag für alle Schweine in unserem Viertel wird.“ 

In jüngster Zeit war es mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Polizei gekommen. Zudem gab es mehrere Brandanschläge auf Baustellen in Leipzig. Auch eine Immobilien-Entwicklerin wurde in ihrer Wohnung angegriffen. Aus diesem Anlass hat der Freistaat im November die neue „Soko Linx“ gegründet.

Polizisten begleiten den Demonstrationszug, der unter dem Motto "Gegen Bullen, Gentrifizierung und Faschismus · Für solidarische Kieze!" steht, durch Leipzig.
Polizisten begleiten den Demonstrationszug, der unter dem Motto "Gegen Bullen, Gentrifizierung und Faschismus · Für solidarische Kieze!" steht, durch Leipzig. © Sebastian Willnow/dpa