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Copitz-Trainer Däbritz tritt zurück

Die Pirnaer reisen ohne ihren Chefcoach nach Radebeul und verlieren mit 2:3.

© Marko Förster

Von Jürgen Schwarz

Der VfL Pirna-Copitz hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga wichtige Punkte liegen lassen. Im Radebeuler Weinbergstadion unterlag der VfL mit 2:3 (0:2) und verlor damit das dritte Pflichtspiel in dieser Saison gegen die Karl-May-Städter. Die hatten sich bereits beim Hinspiel durchgesetzt (2:1) und auch im Landespokal gewonnen (1:0). Für die Radebeuler waren Benno Töppel (12.), Willi Richter (45.+1) und Steve Schurtzky (77.) erfolgreich. Sebastian Scholz (57.) und Ronny Kreher (88.) trafen für den VfL.

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Für den eigentlichen Paukenschlag hatte allerdings Pirnas Trainer Nico Däbritz schon am Freitagabend gesorgt – mit seinem völlig überraschenden Rücktritt. Interimsweise nahmen deshalb am Sonnabend in Radebeul Enrico Mühle und Tino Schutz auf der VfL-Trainerbank Platz. Noch in dieser Woche wollen die Copitzer einen Nachfolger für den 46 Jahre alten Däbritz, der 2016 für Elvir Jugo gekommen war, vorstellen. „Wir bedauern die persönlich motivierte Entscheidung von Nico Däbritz sehr, haben für seine Situation aber auch Verständnis“, so Stefan Bohne, erster Vorsitzender der Copitzer. „Wir haben in ihm die Ideallösung gesehen, unsere junge Mannschaft zu führen und weiterzuentwickeln. Es ist schade, dass die gute Zusammenarbeit derart kurzfristig und mitten in einer wichtigen Saisonphase beendet wurde.“ Bohne weiter: „Der Verein ist im gesamten administrativen und sportlichen Bereich sehr gut aufgestellt, sodass wir kurzfristig einen Nachfolger präsentieren werden.“

Der erfahrene Radebeuler Trainer Matthias Müller (63), selbst schon als VfL-Coach tätig, bemerkte beim Gäste-Team keine Neuerungen: „Oft löst so ein Trainerwechsel eine Veränderung innerhalb einer Mannschaft aus, aber ich hatte die Copitzer genau so erwartet. Es war ein umkämpftes Spiel, es ging ja auch um viel. Ich bin heilfroh, dass wir bis auf einen Zähler an den VfL herangerückt sind.“

An der Tabellenspitze der Landesliga setzt sich der VfL Hohenstein-Ernstthal ab. Trotz Rückstand gewann der VfL seine Heimpartie gegen Markranstädt mit 3:1. Die Verfolger kamen dagegen zu Hause nur zu Unentschieden. Der FC Lößnitz (2.) musste sich gegen Kickers Markkleeberg mit einem 1:1 begnügen, der Großenhainer FV kam gegen Eintracht Niesky nicht über ein 3:3 hinaus. Dabei führten die Gäste bis zur 90. Minute mit 3:1, ehe Clemens Krüger und Martin Brunzel in der zweiten Nachspielminute noch zweimal für den GFV ins Schwarze trafen. Die BSG Stahl Riesa führte beim abstiegsbedrohten VfB Zwenkau 02 durch ein Tor von Jerome Wolf (44.) lange Zeit mit 1:0, ehe Robert Kratz für die Einheimischen neun Minuten vor dem Abpfiff noch ausglich.