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Löbau

AfD fürchtet Aus für Tourismus-Betriebe

Weil Hotels und Gastronomiebetriebe wegen Corona geschlossen bleiben, fordert der Oberländer Mario Kumpf nun Rettungsmaßnahmen.

Mario Kumpf ist Sprecher für ländlichen Tourismus der AfD-Fraktion.
Mario Kumpf ist Sprecher für ländlichen Tourismus der AfD-Fraktion. © Matthias Weber

Für viele Hotel- und Gastronomiebetriebe kommt die Entscheidung der Regierung einem Todesurteil gleich, sie wegen Corona voraussichtlich über den 4. Mai hinaus geschlossen zu halten. Das zumindest äußert der Landtagsabgeordnete Mario Kumpf aus Ebersbach-Neugersdorf, der selbst Koch war und in der Gastronomiebranche gearbeitet hat. Die Tourismusbranche gehöre bereits jetzt zu den am meisten durch die Corona-Krise gefährdeten Wirtschaftszweigen.

"Nachdem die Osterfeiertage bereits in touristischer Hinsicht ausgefallen sind, haben viele Betriebe ihre Hoffnung auf das verlängerte erste Maiwochenende gesetzt", so der Sprecher für ländlichen Tourismus in der AfD-Fraktion. Diese Hoffnung sei nun zerschlagen.

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Er fordert die Regierung auf, umgehend Maßnahmen zur Rettung der Branche zu ergreifen. Gastronomische Außenbetriebe wie Biergärten müssen demnach unverzüglich ihr Geschäft für den regulären Gästebetrieb öffnen dürfen. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, wäre für ihn eine unkomplizierte Abstandslösung denkbar, wie es sie bereits in vielen  Kantinen des Landes gibt.

Auch  Hotels und Pensionen sollten ihre Arbeit wieder aufnehmen dürfen, solange gewisse Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Gerade in Zeiten der Corona-Krise wären sie ein geeigneter Rückzugsort, um sich von Stress und Anspannung der Ausgangsbeschränkungen zu erholen, so Kumpf.

Hilfspaket nötig

Was Sachsen laut dem AfD-Abgeordneten außerdem braucht, ist ein Hilfspaket zur Rettung akut gefährdeter Hotel- und Gastronomiebetriebe. "Erleichterte Kredite sind hierbei nur bedingt hilfreich, schließlich lassen sich zusätzliche Schulden kaum durch die künftige Mehrfachbelegung von Hotelzimmern ausgleichen", sagt er. Die Regierung solle prüfen, inwieweit sich bereits bewilligte Projektfördermittel umwidmen lassen,  beispielsweise beim Leader-Programm.

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"Wenn die Regierung nicht umgehend handelt, werden der heimische Tourismus sowie die Gastronomie in spätestens anderthalb Jahren vor dem Scherbenhaufen ihrer wirtschaftlichen Existenz stehen", meint Kumpf. "Wenn die Kneipe stirbt, stirbt auch der Ort." (SZ)

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