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Dresden

Corona: Ampeltaster werden abgeschaltet

Die Stadt Dresden lässt die Anlagen umprogrammieren. Die Berührungsschalter funktionieren schon immer anders.

Die Stadt lässt die Ampeln umprogrammieren, so dass die Taster vorerst nicht mehr berührt werden müssen.
Die Stadt lässt die Ampeln umprogrammieren, so dass die Taster vorerst nicht mehr berührt werden müssen. ©  Christian Juppe

Dresden. Die Stadt Dresden programmiert die Ampeln um, an denen Fußgänger mit einem Tastendruck oder über einen Berührungsschalter um "Grün" bitten müssen. Das teilten die Verantwortlichen im Rathaus am Mittwoch mit. "In Zeiten des Coronavirus sind wir alle angehalten, Gegenstände im öffentlichen Raum möglichst nicht zu berühren", sagt Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Deshalb werde jetzt damit begonnen, diese Ampeln umzustellen.

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Dazu ist bei etwa 480 Anlagen nötig, die Schaltcomputer umzuprogrammieren. Wie lange das dauern wird, teilte die Stadt nicht mit. Es werde "einige Zeit in Anspruch nehmen", heißt es aus dem Rathaus, der aktuelle Notbetrieb erschwere diese Arbeit außerdem. Den Auftrag erledigen Mitarbeiter des Straßen- und Tiefbauamtes sowie Firmen, die von der Stadt beauftragt wurden. Pro Ampelanlage koste das bis zu 1.000 Euro, teilt die Stadtverwaltung mit. 

Laut dem Straßen- und Tiefbauamt bekommen Fußgänger schon heute an vielen Ampeln die Grün-Freigabe ohne Anforderung, obwohl es einen Taster gibt. Deshalb empfehlen die Verantwortlichen, auch auf die Ampelanzeige zu sehen, bevor der Taster betätigt wird. Steht dort "Signal kommt", schalte die Ampel automatisch auf Grün um. Das gelte für viele große Kreuzungen. Mehrfach auf den Taster zu drücken habe keinen Einfluss auf die Wartezeit. Hat eine Ampel keinen solchen Druckschalter, sondern nur einen Berührungsschalter, genüge es, die Hand im Abstand von ein bis zwei Zentimetern davor zu halten.

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Der Verein "Dresden zu Fuß" hatte diese Ampelumstellung Ende vergangener Woche gefordert. Dass an den Ampeln Taster berührt werden müssten sei "für Fußgänger und Radfahrer schon in normalen Zeiten ein diskriminierendes Ärgernis", stellte der Verein fest. In Zeiten von Corona sei das zusätzlich "äußerst unhygienisch".

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