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Bautzen

Landkreis Bautzen startet Corona-Studie

Befragt werden 1.000 Bürger, die an Corona erkrankt waren oder unter Quarantäne standen. Auch die Arbeit der Verwaltung wird untersucht.

Wie haben die Patienten im Landkreis Bautzen Corona erlebt? Der Landkreis startet eine Studie.
Wie haben die Patienten im Landkreis Bautzen Corona erlebt? Der Landkreis startet eine Studie. © Matthias Rietschel (Archiv)

Bautzen. Der Landkreis Bautzen startet eine wissenschaftliche Befragung zum Thema Corona. Dafür wurde gemeinsam mit der TU Dresden ein Fragebogen entwickelt, teilt die Kreisverwaltung mit. Das Gesundheitsamt wird ihn ab dieser Woche  an rund 1.000 Bürger versendet, die an Corona erkrankt waren oder als Kontaktperson unter Quarantäne gestellt wurden. 

Angeschrieben werden alle rund 450 positiv Getesteten über 14 Jahren. Insgesamt wurden im Landkreis Bautzen seit März 511 Corona-Infektionen festgestellt. Bei den etwa 3.000 Personen in Quarantäne wurden rund 500 nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Gefragt wird unter anderem nach dem Gesundheitszustand vor und nach der Erkrankung. Fragen nach der sportlichen Betätigung sollen Aufschluss über mögliche Langzeit-Folgen geben. 

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Zwei Patienten, ein Beatmungsgerät
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Und nun? Mit Covid-19 kam die Thematik der Triage, dem Sichten und Klassifizieren von Patienten, erneut auf. Ein Interview mit Medizinrechtsexperte Prof. Dr. Erik Hahn.

Auch die Corona-Tests und die Betreuung durch das Gesundheitsamt und die niedergelassenen Ärzte sind Thema. Außerdem wird abgefragt,  welche Quellen für Informationen über die Corona-Pandemie im Landkreis Bautzen genutzt wurden. 

Umfrage erfolgt anonym

Die Umfrage erfolgt schriftlich. Der Fragebogen umfasst rund 16 Seiten und wird den Befragten per Post zugesendet. Die Teilnahme ist freiwillig, die Auswertung der Antworten erfolgt anonym. Ergebnisse sollen im November 2020 vorliegen.

„Uns ist es sehr wichtig zu erfahren, wie die Bürger des Landkreises die vergangenen Monate erlebt haben und wie zufrieden sie mit der Arbeit unseres Gesundheitsamtes waren“, erklärt Udo Witschas, Erster Beigeordneter und zuständig für das Gesundheitsamt. 

Covid-19 sei ein völlig neues Krankheitsbild. Viele Besonderheiten der Erkrankung hätten sich erst im Verlauf gezeigt, viele Symptome seien während der Pandemie hinzugekommen. „Mit der Befragung wollen wir die Entwicklungen in den letzten Monaten noch besser verstehen – auch um für zukünftige Herausforderungen vorbereitet zu sein“, sagt Amtsärztin Dr. Jana Gärtner. (us)

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