merken
Freischalten Dresden

Corona: Die Entwicklung am Sonntag

Seit elf Tagen hat das Gesundheitsamt keinen weiteren nachgewiesenen Corona-Fall mehr vermeldet. Wie viele Infektionen noch aktiv sind.

Seit elf Tagen hat das Gesundheitsamt keinen weiteren nachgewiesenen Corona-Fall mehr vermeldet. Wie viele Infektionen noch aktiv sind.
Seit elf Tagen hat das Gesundheitsamt keinen weiteren nachgewiesenen Corona-Fall mehr vermeldet. Wie viele Infektionen noch aktiv sind. © Peter Steffen/dpa (Symbolfoto)

Dresden. Gute Nachrichten am Wochenende: Auch am Sonntag änderte sich die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus nicht. Allerdings gibt es weiterhin aktive Infektionen in der Landeshauptstadt. Was Sie sonst noch wissen sollten. 

Infizierte und Genesene

Bisher haben sich nachweislich 627 Dresdner mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Zwei waren in der vergangenen Woche dazugekommen. Bei 615 Infizierten geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sie genesen sind. Als Grundlage dieser Schätzung dient die Annahme, dass die Menschen - sofern sie nicht ins Krankenhaus eingewiesen wurden - nach 14 Tagen als genesen gelten. Bei Infizierten, die stationär behandelt wurden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion, so das Gesundheitsamt. 

City-Apotheken Dresden
365 Tage für Patienten da
365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Abzüglich der zehn Verstorbenen, deren Tod auf das Coronavirus zurückgeführt wird, ergibt sich, dass die Infektion aktuell noch bei zwei Menschen nachweisbar aktiv ist, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Dies berücksichtigt allerdings keine Dunkelziffer, die sich etwa aus symptomfreien oder nicht nachgewiesenen Fällen zusammensetzen könnte.

Stationäre Fälle und Todesfälle

Die Krankenhäuser müssen derzeit keinen Dresdner Corona-Patienten versorgen. Seit Epidemie-Beginn im März benötigten insgesamt 77 Covid-19-Patienten medizinische Hilfe im Krankenhaus.

Auf Dresdens Intensivstationen liegt derzeit ebenfalls kein Corona-Patient. Am Freitag standen rund 18 Prozent der derzeit 282 verfügbaren Intensiv-Betten in der Stadt frei.

Einen weiteren Todesfall hat das Gesundheitsamt seit Ende Mai nicht gemeldet. Die bisher zehn Verstorbenen waren alle über 60 Jahre alt und größtenteils Männer. Darüber hinaus litten acht von zehn an Vorerkrankungen, etwa an Diabetes oder Herzschädigungen. Bei allen zehn Fällen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass Covid-19 die entscheidende Todesursache war. Das heißt, die Menschen starben nicht mit, sondern an der Corona-Infektion.

Insgesamt sind bisher rund 1,6 Prozent aller Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Für ganz Sachsen liegt der Wert derzeit bei 4,1 Prozent.

Altersgruppen und Geschlecht

Bei den letzten bekannten Neu-Infizierten handelt es sich laut RKI um zwei Männer im Alter zwischen 35 und 59 Jahren.

Die meisten Infizierten werden in der Gruppe der 35- bis 59-Jährigen gezählt. Die zweithöchsten Zahlen kommen aus der Gruppe der 15- bis 34-Jährigen. Zu diesen beiden Gruppen mittleren Alters zählen rund 70 Prozent aller Infizierten in Dresden.

Auch 18 Kinder im Alter bis 14 Jahre haben sich bisher infiziert.

In der als besonders gefährdet geltenden Gruppe der über 60-Jährigen gibt es bislang 130 nachgewiesene Infektionen.

Das Robert-Koch-Institut hat bislang 627 Fälle ausgewertet, auch nach dem Geschlecht. Das Ergebnis: In Dresden sind etwas weniger Frauen (308) als Männer (319) infiziert.

Die Kennziffer, die über die Corona-Regeln entscheidet

Mit Stand vom Freitag infizierten sich in den vergangenen zehn Tagen keine Dresdner.  Damit liegt der Durchschnitt von Infektionen pro 100.000 Einwohner logischerweise bei 0. Grundlage bilden die Meldedaten des Gesundheitsamtes sowie die Einwohnerzahl von 562.132 Menschen (Stand: 31. März 2020), die vom Gesundheitsamt genutzt wird.

Hintergrund: Es darf nur noch eine bestimmte Anzahl an Infektionen innerhalb einer Woche in Dresden dazukommen. Wird diese überschritten, müssen die Corona-Regeln wieder verschärft werden. Konkret bilden nach der neuen Corona-Verordnung des Freistaates, die am 6. Juni in Kraft trat, 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen die Obergrenze. Werden 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner erreicht, müssen die Maßnahmen abermals verschärft werden.

Dresden hat eine Corona-Ampel eingerichtet, die bereits früher warnt und konkrete Maßnahmen vorgibt. Mit aktuell 0 Infektionen liegt Dresden derzeit im grünen Bereich.

Dresden im Vergleich

Wenn sich in einer Stadt wie Dresden mehr als 600 Menschen infizieren, mag das nach viel klingen. Im Verhältnis zu den hier lebenden Menschen - über eine halbe Million - relativiert sich diese Zahl jedoch. Dagegen können 100 Fälle für einen nur halb so großen Landkreis sehr viel sein. Deshalb rechnen Wissenschaftler die Infektionen in einer Kommune um auf 100.000 Einwohner. Somit werden die Fallzahlen vergleichbar.

Auch im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten hält sich das Infektionsgeschehen in Dresden aktuell in Grenzen.

Weiterführende Artikel

Warum wir Risikogruppen nicht isolieren dürfen

Warum wir Risikogruppen nicht isolieren dürfen

Was getan werden muss: mehr Tests, mehr Schutzmasken, eine Bewegungs-App. Was nicht geschehen darf: die Trennung der Gesellschaft. Ein Kommentar.

Nach dem Shutdown steigt die Gefahr für die Senioren

Nach dem Shutdown steigt die Gefahr für die Senioren

Wenn die Ausgangsbeschränkungen gelockert werden, müssen Senioren noch besser geschützt werden – durch Isolation? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Vermittlungsstopp im Tierheim Riesa

Vermittlungsstopp im Tierheim Riesa

Viele Betreiber könnte die Corona-Krise vor finanzielle Probleme stellen, fürchtet der Tierschutzbund. In Riesa allerdings hat man fürs Erste andere Sorgen.

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden