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Dresden

Dresdner Arzt plädiert für Kita-Öffnung

Der Infektiologe Reinhard Berner vom Uniklinikum spricht sich für eine langsame Durchseuchung aus. Dafür hat er einen Vorschlag.

Wann sollen Kinder wieder in die Kita gehen - und wie groß dürfen dann die Gruppen sein? Der Dresdner Infektiologe Reinhard Berner hat einen Vorschlag.
Wann sollen Kinder wieder in die Kita gehen - und wie groß dürfen dann die Gruppen sein? Der Dresdner Infektiologe Reinhard Berner hat einen Vorschlag. © dpa/Monika Skolimowska (Symbolfoto)

Dresden. Der Dresdner Infektiologe Reinhard Berner sieht kein Problem in einer Öffnung von Kitas und Grundschulen im Zuge von Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen. "Ich persönlich glaube, man sollte es tun", sagte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Das gehe mit festen kleinen Gruppen von fünf bis sieben Kindern, wobei die Besetzung relativ konstant bleiben muss. "Das ist das Einzige."

Berner glaubt nicht, dass es bei ein paar Vorsichtsmaßnahmen plötzlich zu einer explosionsartigen Vermehrung kommt. "Wir brauchen gerade in der Population der Kinder eine langsam ansteigende Durchseuchung", sagte er. Im Sommer verbreiteten sich die Viren langsamer, eine gewisse Transmission helfe, einen dann nicht mehr
beherrschbaren Ausbruch in der sowieso schon problematischen Wintersaison zu vermeiden.

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Professor Reinhard Berner vom Dresdner Universitätsklinikum spricht sich für eine Öffnung der Kitas aus.
Professor Reinhard Berner vom Dresdner Universitätsklinikum spricht sich für eine Öffnung der Kitas aus. © Christian Juppe (Archiv)

Berner verweist auf eine bundesweite Studie, im Zuge derer sich keines der mit Corona erfassten Kinder an einem anderen Kind angesteckt hat. Diese Beobachtungen gebe es auch aus anderen Ländern. "Es ist immer ein Erwachsener, bei dem sich ein Kind angesteckt hat und nicht ein Kind einen Erwachsenen." Für die unterstellte Analogie
zur Influenza, dass sich Corona von Kinder ausgehend in die Bevölkerung hineinverbreitet, gebe es keinen Beweis. (dpa)

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