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Dresden

Dresdner Handwerker drängen auf Hilfe

Bund und Land haben zwar Sonderprogramme angekündigt. Doch Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich fürchtet, dass es zu lange dauern könnte.

Dresdens Handwerker-Sprecher Jörg Dittrich warnt davor, zu lange mit Soforthilfen für Selbständige zu warten.
Dresdens Handwerker-Sprecher Jörg Dittrich warnt davor, zu lange mit Soforthilfen für Selbständige zu warten. © Claudia Hübschmann (Archiv)

Dresden. Fliesenleger, Kosmetiker, Fotografen, Maßschneider, Gold- und Silberschmiede oder Instrumentenmacher: Viele von ihnen sind selbständig und arbeiten allein. Für sie mahnt Dresdens Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich schnelle finanzielle Hilfen an.

"In der jetzigen Zeit helfen keine Ankündigen, sondern nur Taten, ansonsten geht den Freiberuflern und kleinen Handwerksunternehmen das Geld aus", so Dittrich am Freitag. Sowohl das von der Bundesregierung angedachte Milliarden-Paket für Solo-Selbständige als auch das vom Freistaat angekündigte Sonderprogramm für kleine Unternehmen und Freiberufler müssten unverzüglich Realität werden. 

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"Gerade Freiberufler und Kleinstbetriebe sind von den Auswirkungen der Krise besonders stark betroffen und benötigen daher schnell Zuschüsse." Lange Antragsverfahren und bürokratische Hürden seien das Letzte, was die Betroffenen nun brauchten, so Dittrich weiter. 

Abseits der angekündigten Hilfen von Bund und Ländern will die Landeshauptstadt Dresden allen Unternehmen in der Stadt unter die Arme greifen. So seien Stundungen der Gewerbesteuer ohne größere Nachweise möglich, sagte Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) am Donnerstag. Anträge könnten mit kurzer Begründung formlos per Brief oder Telefax gestellt werden, zunächst bis zum 31. August.

Außerdem kündigte Oberbürgermeister Dirk Hilbert allen Selbstständigen, Freiberuflern und Kleinstunternehmen eine Soforthilfe von 1.000 Euro an. Dem muss allerdings noch der Stadtrat in der kommenden Woche zustimmen.

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