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Dresden

Corona: Dresdner Wochenmärkte schließen

Die Landesregierung hat klargestellt, dass die Märkte verboten sind. Die Stadt lenkt ein, drückt aber auch ihr Bedauern aus.

Reges Treiben herrschte letzte Woche noch auf dem Dresdner Lingnermarkt. Jetzt ist es damit erst einmal vorbei.
Reges Treiben herrschte letzte Woche noch auf dem Dresdner Lingnermarkt. Jetzt ist es damit erst einmal vorbei. © Sven Ellger (Archiv)

Dresden. Das Hickhack um die Dresdner Wochenmärkte hat ein Ende. Hickhack deshalb, weil die Stadtverwaltung erst vor wenigen Tagen erklärte, die Märkte würden weiterhin öffnen. Auf der anderen Seite betonte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) in den vergangenen Tagen immer wieder, dass die Märkte überhaupt nicht öffnen dürften. Nun herrscht Klarheit.

Der Freistaat habe gegenüber den Kommunen am Mittwoch präzisiert und klargestellt, dass die Wochenmärkte unter das Verbot in der derzeit gültigen Allgemeinverfügung fallen, teilte die Stadt mit. "Damit ist eine Rechtsunsicherheit geklärt und die Wochenmärkte in Dresden schließen mit sofortiger Wirkung", so Rathaussprecher Kai Schulz.

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"Fakt ist aber auch, dass viele Kleinbauern und Direktvermarkter davon hart getroffen sind, da sie ihre Waren nun nicht mehr vor Ort anbieten können. Dies ist umso bedauerlicher, als dass in den großen Lebensmittel-Ketten in der Regel Obst und Gemüse angeboten wird, welches aus Italien, Frankreich oder Spanien kommt und damit in der jetzigen Situation durch halb Europa gefahren wird."

Man werde nun nach Möglichkeiten suchen, die betroffenen Direktvermarkter zu unterstützen, so Schulz weiter. Das Verbot trifft auch den neuen Markt am Wasaplatz, der Anfang April öffnen sollte.

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