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Bischofswerda

Corona-Gutscheine sollen Handel fördern

Bischofswerda unterstützt Einzelhändler, Dienstleister und Wirte, die während des Lockdowns Verluste erlitten haben. Auch andere können davon profitieren.

Mit vollen Einkaufsbeuteln durch Bischofswerda - der Wunsch jedes Händlers.
Mit vollen Einkaufsbeuteln durch Bischofswerda - der Wunsch jedes Händlers. © Foto: Steffen Unger

Bischofswerda.  Die Stadt Bischofswerda geht auf Einkaufstour. Sie kauft Gutscheine bei Einzelhändlern, Dienstleistern und Gastronomen der Stadt. Wie Rathaus-Sprecher Sascha Hache mitteilte, wolle man damit zwei Ziele erreichen: Die Stadtverwaltung will helfen, den Handel, vor allem in der Innenstadt, nach dem Corona-Lockdown  zu beleben. Profitieren sollen inhabergeführte Geschäfte, Restaurants und Cafés, die in dieser Zeit  schließen beziehungsweise starke Umsatzeinbußen hinnehmen mussten.

Die Gutscheine sollen Menschen zugute kommen, die sich in der Corona-Zeit in besonderer Weise für andere eingesetzt haben. Beispielsweise indem sie für Senioren einkaufen gegangen sind oder Schutzmasken nähten. 8.000 Euro stehen für die Aktion bereit, die der Wirtschaftsförderer der Stadt, Manuel Saring, initiierte. In Weißwasser machte man damit schon gute Erfahrungen. 

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In jedem Geschäft beziehungsweise Lokal, das sich beteiligt, erwirbt die Stadt fünf Gutscheine im Wert von jeweils 20 Euro. Das sichert dem Inhaber 100 Euro Umsatz.  

Das klingt erst mal nicht viel, es kommt bei den Geschäftsleuten aber trotzdem gut an. "Wichtig ist, dass die Menschen animiert werden, in der Stadt zu kaufen", sagt Bischofswerdas ältester Geschäftsmann Friedrich Günther Francke. Ronny Marschner, Chefin der Milchbar, findet die Aktion gut, "weil dadurch vielleicht auch mal Leute in die Milchbar kommen, die hier sonst nicht einkehren". Vielleicht gibt mancher auch mehr als die 20 Euro aus.

Fleischermeister Gerald Schäfer wägt ab: Auch er findet die Aktion gut, ist aber skeptisch, ob der Innenstadt-Handel dadurch wesentlich belebt wird. "Die Leute kaufen dort ein, wo es für sie am günstigsten ist", sagt er.

Das Geld kommt aus Spenden des Netzwerkes nebenan.de, aus Haushaltsmitteln der Wirtschaftsförderung  der Stadt und aus dem Budget des Stadtfestes. (SZ) 

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