merken
Dresden

Corona-Hilfe per Post anfordern

In Dresden werden jetzt Postkarten verteilt, mit denen man um Unterstützung bitten kann. Es geht nicht nur ums Einkaufen.

Im Rathaus kann man jetzt Corona-Hilfe per Postkarte anfordern.
Im Rathaus kann man jetzt Corona-Hilfe per Postkarte anfordern. © Archiv/Sven Ellger

Dresden. Endlich wieder raus, endlich wieder einkaufen gehen, Blumen oder ein neues Kleidungsstück, im Gartencenter oder im Modeladen um die Ecke: Die neue Allgemeinverfügung des Freistaats vom Freitag erlaubt das in zwei Tagen und es ist nach wochenlang geschlossenen Läden ein verlockendes Angebot. Auch für Menschen, die zur sogenannten Corona-Risikogruppe gehören, die also mehr als 60 Jahre alt sind oder "Grunderkrankungen" wie zum Beispiel Herz- und Kreislaufprobleme, Diabetes, Leber- oder Nierenschäden haben haben. Die Stadt warnt vor allem diese Menschen davor, zu voreilig zu sein. Es gelte weiterhin, den Alltag bewusster zu organisieren, rät Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke). 

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

PPS Medical Fitness GmbH
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness

Krankengymnastik, Bewegungsbad, physikalische Therapie, Lymphdrainage, Massagen, Outdoor-Training - PPS Medical Fitness ist für Ihre Unterstützung rundum aufgestellt.

Sie weiß: „Gerade bei alleinlebenden Menschen oder denen, die zur Risikogruppe gehören und achtsamer sein müssen, verursachen die neuen Umstände eine starke Reduzierung von sozialen Kontakten, einen mangelnden Austausch mit Gleichgesinnten und vermehrt Gefühle von Einsamkeit." Das gilt auch und vielleicht verstärkt ab Montag, wenn offene Geschäfte wieder aus dem Haus locken.

Die Stadt hat ein neues Angebot erarbeitet, um Unterstützung für Bewohner zu organisieren, die zur "Risikogruppe" gehören. Dabei geht es gleichermaßen um Hilfe bei Einkäufen und Botengängen, wie auch um Unterstützung bei der psychischen Bewältigung der aktuellen Situation. Die Verwaltung bietet dafür "entlastende Gespräche" an.

Mehr zum Coronavirus:

Wer solche Hilfe möchte, kann sie künftig mittels einer Postkarte anfordern. Diese Postkarten sind Teil einer Info, die die Stadt drucken ließ und die derzeit unter anderem in Apotheken und Supermärkten bereitgelegt wird. Auch Seniorenbegegnungsstätten und Wohnungsgesellschaften helfen bei der Verteilung. Die Karte kann man von diesem Informationsblatt abtrennen und gratis an die Stadt schicken. Dort wird dann die passende Hilfe organisiert. Die leisten später Sozialarbeiter, Freiwillige oder Mitarbeiter der Stadtverwaltung

So sieht die Faltkarte aus dem Rathaus aus.
So sieht die Faltkarte aus dem Rathaus aus. © Stadtverwaltung Dresden

Wer keine dieser Karten findet, kann sie auch im Internet auf der Seite der Stadt abrufen. Hilfe organisiert die Verwaltung auch auf Anruf. Das ist über die Corona-Hotline unter Telefon 0351 4885322 sowie das Seniorentelefon unter 0351 4884800 möglich. (SZ/csp)

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per Email. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden