merken
Sachsen

Italienischer Patient in Leipzig gestorben

Der erst 31-jährige Mann wurde wegen Corona nach Sachsen verlegt. Doch auch die Ärzte am Leipziger Herzzentrum konnten ihn nicht retten.

Am Leipziger Herzzentrum ist ein Patient aus Italien gestorben
Am Leipziger Herzzentrum ist ein Patient aus Italien gestorben © PR

Leipzig. Ein 31 Jahre alter Covid-19-Patient aus der italienischen Region Bergamo ist am Wochenende im Leipziger Herzzentrum gestorben – obwohl er ohne Vorerkrankungen gewesen sei. Das medizinische Team auf der spezialisierten Intensivstation habe bis zuletzt versucht, seinen kritischen Zustand mit einer künstlichen Lunge zu stabilisieren, berichtete Kliniksprecher Stefan Möslein. Doch sein Zustand habe sich über Ostern noch einmal deutlich verschlechtert. Mehrere weitere Organsysteme wie die Niere hätten versagt, woran der junge Mann am Sonnabend starb.

Der Patient war am 25. März gemeinsam mit einem zweiten, mehr als 70-jährigen Mann aus Bergamo nach Leipzig geflogen worden. Sachsen hatte sich zuvor bereit erklärt, mit der Aufnahme von Patienten der schwer getroffenen Region zu helfen. „Wir haben beide Männer in einem schwerstkranken Zustand mit einer Virus-Lungenentzündung aufgenommen“, erklärt Gerhard Hindricks, Ärztlicher Direktor am Herzzentrum. Der junge Mann habe trotz maximaler Therapiemaßnahmen nicht gerettet werden können.

Anzeige
Der Job-Motor nach dem Kohleausstieg
Der Job-Motor nach dem Kohleausstieg

Die TU Dresden gehört im Bereich zukunftsträchtiger Technologiezweige zu den Spitzenreitern in Europa. Das soll jetzt der Lausitz helfen.

Die Familie, in der bereits Angehörige an der Corona-Epidemie gestorben sind, sei über seinen Tod informiert worden. Jetzt werde sein Rücktransport nach Italien organisiert. „Der zweite Patient ist in einem stabilen, aber nach wie vor kritischem Zustand“, betonte Ulrich Halm, Ärztlicher Direktor des Helios Parkklinikums. „Wir kämpfen mit allen intensivmedizinischen Mitteln mit ihm gemeinsam um sein Leben.“ Das Herzzentrum und das Helios Park-Klinikum Leipzig haben eine interdisziplinäre Intensivstation für die Behandlung schwerer Covid-19-Erkrankungen eingerichtet. Die Mitarbeiter verfügten über eine breite Intensiv- und Beatmungserfahrung.

Ein 57-jähriger Norditaliener war bereits am 1. April und damit eine Woche nach seiner Ankunft in Leipzig in der Universitätsklinik gestorben. (svh)

Aktuelle Informationen rund um das Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt lesen Sie in unserem Newsblog.

Mehr zum Thema Sachsen