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Kamenz

Jägermeister spendet Alkohol

Desinfektionsmittel statt Schnaps: Auch der Getränkehersteller hilft in der Corona-Krise.

Blick auf das Jägermeisterwerk in Kamenz.
Blick auf das Jägermeisterwerk in Kamenz. © René Plaul

Wolfenbüttel/Kamenz. Eine Meldung über den Getränkehersteller Jägermeister hat in Kamenz für Aufsehen gesorgt. Demnach stellte die Firma 50.000 Liter Alkohol für Desinfektionsmittel zur Verfügung. Hintergrund ist die Corona-Epidemie.

Pressesprecher Andreas Lehmann bestätigt am Hauptsitz der Mast Jägermeister SE in Wolfenbüttel die Aktion. Der Produktionsstandort Kamenz sei aber nicht involviert. Vielmehr habe das Unternehmen mit seiner Alkohol-Spende auf die Bitte eines Klinikums in Braunschweig reagiert, weil Desinfektionsmittel knapp sei, aber dringend gebraucht werde.

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Die Firma stelle den Alkohol nicht selbst her, so Lehmann, habe aber natürlich Lager-Reserven für die Produktion des Kräuter-Schnapses: „Davon haben wir einen signifikanten Teil an das Klinikum gespendet.“ Dort werde dann daraus das Desinfektionsmittel gemischt. Es sei aber kein generelles Angebot.

Jägermeister sei zwar weltweit aktiv, letztlich aber ein mittelständisches Unternehmen mit begrenztem Lager. 50.000 Liter seien schon eine Hausnummer für Jägermeister, räumt Andreas Lehmann ein: „Unsere Möglichkeiten sind begrenzt.“ Auch für Jägermeister stelle sich derzeit die Frage, wie es mit Nachschub weitergehen wird, die Lage sei undurchsichtig.

„Wir haben auf eine Anfrage aus der Region reagiert und gern einen Beitrag geleistet, in der Corona-Krise zu helfen. Wir wissen, dass der Alkohol nur hier lokal verwendet wird.“ Vom Standort Kamenz sei bisher  kein Hilferuf in dieser Richtung  eingegangen, sagt Lehmann. Wenn auch dort Not herrsche und sich das Kamenzer Krankenhaus melde, dann „werden wird das prüfen und tun, was in unserer Macht steht“, sagt der Pressesprecher.

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