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Sport

Sport-Vereine nach Hilfspaket erleichtert

Der sächsische Landtag hat Zuschüsse und Darlehen von bis zu 20 Millionen Euro für den Sport angekündigt. Für die Klubs geht es darum, schnell an das Geld zu kommen.

In einer Initiative haben sich die 21 sächsischen Spitzenklubs zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen in der Corona-Krise zu vertreten.
In einer Initiative haben sich die 21 sächsischen Spitzenklubs zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen in der Corona-Krise zu vertreten. © Bildstelle

Dresden. Der sächsische Landtag hat auf einer Sondersitzung zur Abmilderung der Folgen der Corona-Krise am Donnerstag einen Nachtragshaushalt von mehr als sechs Milliarden Euro beschlossen. Das Geld soll auch Verwendung finden, um den Sport in Sachsen zu stärken und Zuschüsse sowie Darlehen in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro auszureichen.

So reagieren drei Verantwortliche stellvertretend für die Vereine:

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Dirk Rohrbach, Geschäftsführer Lausitzer Füchse, Weißwasser, Eishockey, zweite Liga: "Wir sind zunächst einmal froh, dass die Bemühungen der Gemeinschaft ‚TeamSportSachsen‘ erste Früchte tragen, wir wahrgenommen werden und Schritte in die richtige Richtung erfolgt sind. Durch die Zusagen des Innenministers, Liquiditätshilfen beantragen zu können, bleiben wir handlungsfähig und haben die Chance, auch bei den aktuell schwierigen Begleitumständen für die nächste Saison zu planen. Dafür danken wir allen Beteiligten. Jetzt gilt es aus meiner Sicht die Modalitäten der Aus- und Rückzahlung so zu gestalten, dass wir bestmöglich damit arbeiten können.“

Toni Wachsmuth, Sportdirektor FSV Zwickau, Fußball, 3. Liga: „Wir haben die Signale der sächsischen Staatsregierung hinsichtlich Soforthilfen und Darlehen sehr positiv aufgenommen. Mit der Initiative ‚TeamSportSachsen‘ konnten wir eine aussagekräftige Plattform schaffen, um den Sport als gesellschaftliches Ereignis für alle Altersklassen abzubilden. Jetzt gilt es, die angeschobenen Themen schnell auf den Weg zu bringen, damit alle Vereine am Leben gehalten werden können. Wir wollen nach der Krise den Menschen die Möglichkeit geben, den Lieblingsverein wieder zu unterstützen und bei den Spielen viele schöne Momente zu erleben.“ 

Rüdiger Jurke, Geschäftsführer EHV Aue, Handball, 2. Bundesliga: „Natürlich freuen wir uns sehr über die Hilfe und Unterstützung, die dringend notwendig ist. In Sachsen hat es ja etwas länger gedauert. Dafür ist die Summe, die dem Sport in Sachsen helfen soll, aber beachtlich. Allerdings, so glaube ich, ist es wichtig, dass jetzt schnell und unkompliziert beantragt und ausgezahlt werden kann. Von meinen Managerkollegen aus der Liga weiß ich, dass sie die Hilfsgelder teilweise sogar schon auf ihrem Konto haben. Das wäre auch für uns enorm wichtig.“

Die sächsischen Spitzenklubs haben die Initiative „TeamSport Sachsen“ ins Leben gerufen, der sich 21 Vereine aus den Sportarten Basketball, Eishockey, Volleyball, Fußball, Handball und American Football angeschlossen haben. Damit sollen zum einen die Interessen des Sports effektiv gebündelt, zum anderen Behörden und Entscheidungsträger entlastet werden, da nicht mehr jeder Verein einzeln vorsprechen muss.

Die Initiative hatte der Landespolitik einen Maßnahmenkatalog vorgelegt, wie Vereinen in der existenzbedrohlichen Situation zielgerichtet und zügig geholfen werden kann. „Wir haben unsere Schwerpunkte platziert, Vorschläge unterbreitet und deutlich gemacht, dass die Situation für einen Großteil der Klubs in Sachsen bedrohliche Ausmaße annimmt“, erklärte Karsten Günther vor dem Landtagsbeschluss. Der Geschäftsführer der Handballer des SC DHfK Leipzig wurde zum Sprecher für Teamsport Sachsen ernannt.

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Es gehe nicht in erster Linie um die Profisportler als Aushängeschilder, betonte Günther, sondern „um den Erhalt der Vereine als soziale Institutionen, die Tausenden Menschen Begeisterung schenken und über 10.000 sächsischen Nachwuchsathleten eine sportliche Heimat bieten“. (SZ)

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