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Sachsen

In Sachsen dürfen weitere Geschäfte öffnen

Nicht nur Frisöre, auch Kosmetiker dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Außerdem können große Läden ihre Verkaufsfläche ab Montag verkleinern.

Wenn Läden größer sind als 800qm, dürfen sie Teile des Ladens absperren, um trotzdem ab Montag wieder öffnen zu können.
Wenn Läden größer sind als 800qm, dürfen sie Teile des Ladens absperren, um trotzdem ab Montag wieder öffnen zu können. © Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

Dresden. Sachsen wird zu kommender Woche die strenge 800-Quadratmeter-Regel für Geschäfte lockern. Ab Montag, dem 4. Mai dürfen Möbelhäuser im Freistaat wieder öffnen, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) bei einer Onlinepressekonferenz am Dienstag. Außerdem dürfen Läden, deren Verkaufsfläche die 800 qm übersteigen, die Fläche mit Absperrband verkleinern und dann auch wieder Kundschaft bedienen. 

Eventuell werde die 800qm-Grenze in den kommenden Tagen sogar ganz gekippt. „Aber das wird erst am Donnerstag entschieden, dann soll die neue Verordnung beschlossen werden“, sagt Dulig. In diesem Zusammenhang werde auch diskutiert, wie Einkaufszentren und Malls wieder öffnen können. Hier sei das Problem, dass in den Gängen, Parkhäusern und Fahrstühlen nur schwer der Mindestabstand eingehalten werden kann. Deshalb profitieren sie von den Lockerungen ab kommenden Montag erst einmal nicht.

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Hingegen dürfen Frisöre, wie bereits bekannt, ab Montag wieder öffnen, ebenso Kosmetik-, Tattoo- und Nagelstudios sowie die Fußpflege. Zwischen den Kunden muss ein Mindestabstand von 1,50 Meter gewährleistet werden. Außerdem dürfen Frisöre keine Bartpflege vornehmen.

Neben den Geschäften sollen auch Zoos, Tierparks, Museen und Botanische Gärten wieder für den Besucherverkehr öffnen. Ähnliches gilt für Sportstätten.

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Dulig sagte in der Pressekonferenz, dass diese neuen Regelungen erst heute im Kabinett besprochen wurden und zunächst am Donnerstag beschlossen werden müssen. Man wolle aber den Ladeninhabern genug Zeit geben, sich auf die Wiedereröffnung vorzubereiten, weswegen man heute mit den Infos schon an die Öffentlichkeit gegangen sei.

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