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Meißen setzt auf Deutschlandurlauber

Die Stadt soll aktiv werden, bevor Reisen überhaupt erlaubt sind. Das wird ein wichtiges Thema in der ersten Ratssitzung während der Coronakrise werden.

Meißen lebt stark vom Tourismus. Wie lässt sich der schnell wieder ankurbeln? Das wird ein Thema in der nächsten Ratssitzung sein.
Meißen lebt stark vom Tourismus. Wie lässt sich der schnell wieder ankurbeln? Das wird ein Thema in der nächsten Ratssitzung sein. © Claudia Hübschmann

Meißen. "Wir müssen vorbereitet sein auf den Moment, wenn es wieder losgeht", sagt Uwe Reichel von der Stadtratsfraktion aus ULM, FDP, Freien Bürgern und CDU. Der Unternehmer spricht von dem Punkt, ab dem das Reisen sachsen- oder deutschlandweit - vermutlich unter Auflagen - wieder erlaubt sein wird. 

Es sei absehbar, was dann passiere, so der Kommunalpolitiker. Alle Tourismusregionen Deutschlands würden mit dem Trommeln beginnen und Kampagnen vorbereiten. Deshalb müsse Meißen schon jetzt aktiv werden, um schneller zu sein. In diesem Moment sollte die Stadt mit einem ausgeklügelten Werbe-Feldzug unmittelbar  loslegen können, und diesen nicht erst entwerfen müssen.

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Reichel und sein Fraktionskollegen haben deshalb zur Stadtratssitzung am Mittwoch, 17 Uhr, im Ratssaal einen Antrag eingebracht, das Marketing-Budget der Stadt um 70.000 Euro aufzustocken. 40 Prozent der Arbeitsplätze in der Porzellanstadt sind vom Tourismus abhängig, heißt es in der Beschlussvorlage. 

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Das Geld könnte letztlich in verschiedenste Aktionen einfließen. Denkbar sind Großplakate in Zielregionen, Zeitungs-Anzeigen, Werbe-Spots in Bahnen und Bussen oder andere unkonventionelle Schritte. "Wir müssen in dieser Situation auf Urlauber und Besucher aus Deutschland setzen", sagt Reichel. Der Auslandstourismus dürfte frühestens im nächsten Jahr wieder in Schwung kommen. 

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