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Zittau

Wie die Kliniken auf Corona reagieren

Ob Dienstpläne, Infektions-Stationen oder Schutzausrüstung: Im Klinikum Oberlausitzer Bergland ist das Personal drauf eingestellt.

Auch das Krankenhaus Zittau hat sich auf Corona eingestellt.
Auch das Krankenhaus Zittau hat sich auf Corona eingestellt. © Matthias Weber

Das Klinikum Oberlausitzer Bergland fühlt sich für den Corona-Ernstfall vorbereitet. Dazu gehören die Einrichtung der entsprechenden Infektionsstationen an allen Standorten, das Freilenken weiterer Stationsbereiche, angepasste Dienstplanungen und die ausreichende Ausstattung mit Schutzausrüstung. "Wir haben schon frühzeitig mit entsprechenden Abstimmungen und Vorbereitungen begonnen", sagt Steffen Thiele. "Alle Maßnahmen werden durch unsere Mitarbeiter getragen und vorbildlich umgesetzt", so der Klinik-Geschäftsführer. Zudem gibt's Einschränkungen bei Besuchen. Daneben werden planbare Untersuchungen und Operationen verschoben - alles zum Schutz. 

Ärzte stellen persönliche Interessen zurück

Die Beschäftigten der Gesellschaften haben Sondergenehmigungen erhalten, für tschechische und polnische Ärzte konnte aufgrund der Reisebeschränkungen kurzfristig eine Unterkunft bereitgestellt werden. Dies gelang allerdings nur, weil die meisten persönliche Interessen zurückstellten und vor Ort blieben. Weil seit 26. März eine Ausnahmegenehmigung für Pendler gilt, wird die Unterkunft aktuell nur noch für einen polnischen Kollegen benötigt.

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Die ausländischen Mitarbeiter seien trotz der sich fast täglich ändernden Einreisebedingungen extrem bemüht, ihren beruflichen Verpflichtungen nachzukommen, berichtet der kaufmännische Geschäftsführer Andreas Grahlemann. Dafür würden diese auch große persönliche Einschränkungen in Kauf nehmen. "Deshalb wollen und müssen wir allen unseren Mitarbeitern danken", sagt er und meint neben Ärzten auch Pfleger und die Kollegen der Servicegesellschaften, die für den Betrieb ebenfalls unerlässlich sind. "Jetzt in der Krise machen wir uns die Kostbarkeit jedes Einzelnen noch stärker bewusst", so Grahlemann. "Und hoffen, dass unsere Gesellschaft auch nach der Krise diese Dankbarkeit in gesellschaftliche Daueranerkennung ummünzt.“

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