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Sport

Die Monarchs spielen doch in Dresden

Nach der Absage der Saison plant der Verein ein Freundschaftsspiel gegen den polnischen Meister. Es soll ein Dankeschön sein - auch mit Fans.

Einmal soll das Leder-Ei nun tatsächlich noch durch das Steyer-Stadion fliegen.
Einmal soll das Leder-Ei nun tatsächlich noch durch das Steyer-Stadion fliegen. © ronaldbonss.com

Dresden. Die Saison wurde abgeblasen, ein Spiel bestreiten die Footballer der Dresden Monarchs trotzdem: am Sonntag, dem 20. September gegen den polnischen Meister aus  Breslau/Wroclaw. Die Partie soll im Heinz-Steyer-Stadion vor Zuschauern ausgetragen werden. Derzeit wären bis zu 1.000 Fans erlaubt. Das Hygienekonzept der Monarchs werde vom Gesundheitsamt derzeit geprüft, teilte der Verein am Dienstagmittag mit.

Obwohl die Saison in der German Football-League (GFL) Anfang August komplett gestrichen worden ist, soll es für die Monarchs und ihre Fans so etwas wie ein Jahresabschluss werden. „Wir freuen uns auf einen stimmungsvollen Saisonabschluss, bevor wir mit den Vorbereitungen für 2021 beginnen“, erklärt Geschäftsführer Jörg Dreßler.  Seine Devise: „Nichts zu tun, ist keine Option.“

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Er versteht das Spiel auch als Dankeschön an alle Anhänger, Unterstützer und Sponsoren, aber auch für Spieler, Trainer und Betreuer. "Alle mussten 2020 in irgendeiner Art verzichten. Unsere Spieler und Cheerleader auf ihren Sport, die Fans auf ihre Spieltage, die Sponsoren auf die erhoffte Präsenz in den Medien und im Stadion. All dies können wir leider nicht ändern." Der internationale Vergleich ist kein Ersatz, aber ein symbolischer Akt. 

In Polen wird ab September gespielt

„Wir wollten diese Saison nicht heimlich, still und leise zu den Akten legen. Es ist wichtig für jeden in unserem Verein, einen richtigen Schlussstrich unter dieses Jahr setzen zu können", sagt Dreßler. 

Bis zuletzt hoffte die GFL noch auf eine Meisterschaft, zuletzt hatten sich sechs Klubs auf eine Mini-Runde verständigt, darunter die Dresden Monarchs. Aufgrund wieder ansteigender Infektionszahlen und wenig Aussichten auf Lockerungen der bestehenden Corona-Einschränkungen entschied man sich zu einer Absage. 

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Auch in Polen war an eine reguläre Saison nicht zu denken. Allerdings wird in unserem Nachbarland eine verkürzte Spielzeit ab September durchgezogen. „Die Panthers Wrozlaw waren sofort von dieser Idee begeistert“, berichtet Dreßler. Die Monarchs werden am 20. September mit ihrem regionalen Kader unter Führung von Quarterback Eric Seidel antreten, also prinzipiell ohne internationale Verstärkung. Nur der Amerikaner AJ Wentland, bester GFL-Abwehrspieler der vergangenen Saison, wird dabei sein. 

Er ist mit einer Dresdnerin liiert, arbeitet inzwischen für ein lokales Unternehmen. Derzeit absolviert Wentland eine Minisaison beim finnischen Erstligisten Kuopio Steelers, kehrt aber im September nach Dresden zurück. 

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