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Ex-Dynamo Schubert erneut in der Kritik

Der Schalke-Torwart patzt beim 0:4 im Revierderby gegen Borussia Dortmund. Trainer und Vereinschef wollen aber keine Diskussion zulassen.

Ex-Dynamo Markus Schubert erlebt mit dem FC Schalke 04 einen enttäuschenden Tag. Der Torwart patzt bei der 0:4-Klatsche im Revierderby gegen Borussia Dortmund.
Ex-Dynamo Markus Schubert erlebt mit dem FC Schalke 04 einen enttäuschenden Tag. Der Torwart patzt bei der 0:4-Klatsche im Revierderby gegen Borussia Dortmund. © Foto: dpa/Martin Meissner

Dortmund.  Neustart mit alten Sorgen: Kaum hat Schalke die Saison nach der Corona-Krise fortgesetzt, traten beim desaströsen 0:4 im Geisterderby in Dortmund die bekannten Schwächen zu Tage. Im Fokus ist erneut Torhüter Markus Schubert, dessen Position als Nummer eins von Trainer David Wagner zementiert worden war.

Eine Niederlage ist selten an nur einem Spieler festzumachen, aber Wagner lastete dem U21-Nationalkeeper, der zweimal patzte, zumindest ein Gegentor an: "Schubi ist mitverantwortlich für das zweite Tor, das hat jeder gesehen." Doch weil dessen Vorgänger Alexander Nübel sich bekanntlich für einen Wechsel zum Rivalen aus München im Sommer entschied, mögen sie auf Schalke keine Torwart-Diskussion.
"Die wollen wir nicht anfangen. Wir werden uns die Nase putzen. Jetzt sind der Trainer und die Truppe gefragt. Fertig", kommentierte Klubboss Clemens Tönnies.

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Allerdings waren es nicht Schuberts erste Fehler. Schon im Spiel gegen die Bayern hatte er gepatzt, sodass es nach dem 0:5 in München Kritik gab. Wagner damals: "Er war bei zwei Toren beteiligt, da brauchen wir um den heißen Brei nicht herumreden." Auch beim 1:1-Ausgleich in Wolfsburg machte das 21 Jahre alte Talent keine gute Figur. In sieben Spielen kassierte er 13 Tore, spielte nur zweimal zu Null. Wagner meinte: "Das gehört zur Entwicklung dazu, wir werden weiter mit ihm arbeiten."

Schubert war in der vorigen Saison bei Dynamo Dresden zum Stammkeeper aufgestiegen, hatte insgesamt 40 Spiele in der zweiten Liga absolviert - bis er nach monatelangem Zögern, erklärte, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Daraufhin fiel der einstige Publikumsliebling bei den Fans in Ungnade, der damalige Cheftrainer Cristian Fiel nahm ihn vorsorglich aus dem Tor. Schubert bezeichnet sich selbst trotzdem immer noch als Dynamo-Fan.

Bei Schalke kam er am 15. Dezember 2019 überraschend zu seinem Bundesliga-Debüt, weil Stammkraft Nübel in der Partie gegen Eintracht Frankfurt die Rote Karte gesehen hatte. Das Revierderby war sein insgesamt siebenter Einsatz in der Bundesliga. (dpa, SZ)

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