merken

Politik

Quarantäne bei Einreise nach Deutschland

Nach mehrtägigem Auslandsaufenthalt sollen Rückkehrer wegen Corona künftig zwei Wochen isoliert werden. Es gibt aber Ausnahmen.

Reisende dürfen nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen.
Reisende dürfen nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. © dpa

Berlin. Deutsche, EU-Bürger und langjährig in Deutschland lebende Ausländer sollen künftig grundsätzlich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne, wenn sie aus dem Ausland in die Bundesrepublik zurückkehren. Auf diese Empfehlung an die Bundesländer einigte sich das Corona-Krisenkabinett am Montag in Berlin.

 Wie aus dem Beschluss hervorgeht, gilt die neue Regelung aber erst ab dem 10. April und nur für Menschen, die sich für mehrere Tage im Ausland aufgehalten haben - und damit nicht für Berufspendler. Außerdem gibt es Ausnahmen für bestimmte Gruppen wie etwa Lastwagenfahrer und medizinisches Personal.

Reppe & Partner Immobilien
Reppe & Partner Immobilien

Bietet Ihnen das komplette Rundum-sorglos-Paket für Ihr Immobilieneigentum.

Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen wegen der Corona-Pandemie ohnehin schon seit Mitte März nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Das betrifft etwa EU-Bürger, die durch Deutschland in ihr Heimatland reisen. Grundsätzlich sind Einreisen aus Drittstaaten nur noch in ausgewählten Fällen zulässig.

Für Pendler sowie Geschäftsreisende und Servicetechniker, die für wenige Tage beruflich ein- oder ausreisen müssen, werde keine Quarantäne angeordnet, heißt es in dem Beschluss weiter. Gleiches gelte für Personen, die beruflich grenzüberschreitend Menschen, Waren und Güter auf der Straße, auf der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren müssten sowie für Reisende im Transit auf dem Weg in das Land ihres ständigen Aufenthalts.

Wer für einen mehrwöchigen Arbeitsaufenthalt einreisen wolle, müsse nachweisen können, dass eine zweiwöchige Quarantäne sichergestellt sei oder gleichwertige betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung gelten. Damit soll Saisonarbeitern vor allem in der Landwirtschaft die Tätigkeit in Deutschland ermöglicht werden.

Weiterführende Artikel

Corona-Warn-App stößt auf wenig Begeisterung

Corona-Warn-App stößt auf wenig Begeisterung

Weniger als die Hälfte der Deutschen will Corona-App nutzen, Tschechien will Grenze schon eher öffnen, nur eine Neuinfektion in Sachsen - unser Newsblog.

Jetzt werden die Einreise-Regeln gelockert

Jetzt werden die Einreise-Regeln gelockert

Menschen, die aus dem EU-Ausland und Schengen-Staaten nach NRW einreisen, müssen nicht mehr in Quarantäne. Die anderen Bundesländer sollen nachziehen.

Was uns fehlt, wenn wir nicht mehr reisen können

Was uns fehlt, wenn wir nicht mehr reisen können

Wegen der Corona-Krise müssen wir alle vorerst zu Hause bleiben. Was macht das mit uns?

Corona-Regeln: Hohe Bußgelder bei Verstoß

Corona-Regeln: Hohe Bußgelder bei Verstoß

Wer in Deutschland gegen die neuen Quarantäne-Regeln für Einreisende verstößt, muss nun mit saftigen Bußgeldern rechnen.

Das ist Österreichs Exit-Strategie

Das ist Österreichs Exit-Strategie

Seit 16. März läuft das Land auf Minimalbetrieb. Jetzt sollen erste Maßnahmen gelockert werden.

Seit dem 16. März finden an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark in Abstimmung mit den Nachbarstaaten vorübergehend Grenzkontrollen statt. In Grenzregionen, in denen es keine solchen Grenzkontrollen gebe, nutze die Bundespolizei die bestehenden Fahndungs- und Kontrollinstrumente, hieß es. Das bedeutet, dass auch Menschen, die von dort einreisen, in Quarantäne geschickt oder zurückgeschoben werden können, wenn sie von der Polizei im 30-Kilometer-Grenzraum angesprochen werden. (dpa)

Mehr zum Thema Politik