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Zittau

Corona: Ein Brief für Daheimgebliebene

Die wenigen Senioren der Zittauer DRK-Tagespflege "Lebensrad" vermissen ihre Mitmenschen - und suchen den Kontakt. Die Resonanz darauf ist riesig.

Diesen Brief haben die Senioren geschrieben und verschickt.
Diesen Brief haben die Senioren geschrieben und verschickt. © DRK

Die Corona-Krise macht den Senioren zu schaffen. "Leider leiden beide Seiten sehr unter dieser Situation", weiß das Team der Zittauer DRK-Tagespflege "Lebensrad". Nur wer gar nicht zu Hause betreut werden kann, darf in die Notbetreuung. Dafür war und ist immer noch einen Bescheinigung der jeweiligen Arbeitgeber der Betreuungsperson notwendig. So ist nur eine kleine Gruppe Senioren jeden Tag in der Einrichtung auf der Oststraße.

Dabei sind die Menschen durch die täglich zusammen verbrachte Zeit zu einer kleinen Familie zusammengewachsen. Die Trennung von den anderen Tagespflegegästen verkraften besonders die nicht so gut, die daheim bleiben müssen, berichtet das Team. Ein wichtiger Teil ihres Alltags sei weggebrochen, der ihnen zusätzlich Sicherheit und Abwechslung bot. Aber auch die wenigen Gäste in der Einrichtung sorgen sich sehr um die lieb gewonnen Gefährten. "Täglich werden wir mit Fragen danach konfrontiert", berichtet Alltagsgestalterin Mandy Limbach. 

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Um den Daheimgebliebenen zu zeigen, dass an sie gedacht wird, haben alle einen Brief verfasst und versendet. "Die Resonanz war riesig", sagt Mandy Limbach. Viele ergreifende Anrufe, große Freude und auch Antworten hätten die Einrichtung erreicht. "Wir werden natürlich auch weiterhin mit allen in Kontakt bleiben, sei es zu den Geburtstagen oder einfach nur so". Und dies solange, bis alle wieder zurückkehren dürfen. (SZ)

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