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Dresden

Corona-Spendenaktion für die Neustadt

Vielen Restaurants und Bars im Dresdner Szeneviertel droht durch die Schließungszeit das Aus. Jetzt gibt es eine Initiative für ihre Rettung.

So leer ist die sonst so belebte Neustadt derzeit am Abend. Hier die Ecke Louisenstraße/Görlitzer Straße.
So leer ist die sonst so belebte Neustadt derzeit am Abend. Hier die Ecke Louisenstraße/Görlitzer Straße. © Sven Ellger

Dresden. Die Wirte und Barbetriebe in der Neustadt sind in Sorge. Wie viele von Ihnen werden die Corona-Pause überleben, wer hält durch und wer muss endgültig schließen? Drei Dresdner haben für die Neustadt jetzt eine Spendenaktion gestartet. Sie arbeiten zusammen und teilen "eine weitere große Leidenschaft", begründen sie ihr Engagement. Das sei ihre Liebe für die Neustadt. "So entstand die Idee, die Ärmel hochzukrempeln und uns für den Erhalt dieses besonderen Viertels einzusetzen."

Im Internetportal Startnext haben sie ihre Aktion am Donnerstagmorgen angeschoben. Bis zum 8. Mai soll nun Geld gesammelt werden, 5.000 Euro seien pro Lokal mindestens nötig, um "die gröbsten Kosten während der Schließung zu decken", erklären die Initiatoren. Jeder Spender kann seine Überweisung einem der dort genannten Unternehmen zuordnen. Dazu gehören Restaurants wie das Eckstein an der Ecke Alaunstraße/Louisenstraße, der Jazzclub Blue Note, das Madness auf der Görlitzer Straße, Curry & Co., das Sidedoor nahe der Martin-Luther-Kirche und die Studiobar.

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So laden die Initiatoren der Aktion "Buntes Rettungsprojekt Neustadt" im Internet zu Geldspenden ein.
So laden die Initiatoren der Aktion "Buntes Rettungsprojekt Neustadt" im Internet zu Geldspenden ein. ©  Screenshot

Die größte Spendenbereitschaft gab es bis zum frühen Donnerstagnachmittag für die Sauna Paradise im Hechtviertel. 21 Spender hatten bis dahin Geld überwiesen.

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Ein festes Spendenziel, wie bei anderen sogenannten Crowdfunding-Aktionen üblich, haben die Initiatoren nicht festgesetzt. Je zehn Euro Spende gebe es nach dem Abschluss der Aktion in dem Lokal, das die Spender bedacht haben, ein Bier aufs Haus, heißt es in dem Spendenaufruf.

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