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Arbeit und Bildung

Corona-Virus trifft Sachsens Wirtschaft

Bereits jetzt spüren Unternehmen im Freistaat die Auswirkungen der Pandemie. Viele hoffen auf unbürokratische Hilfe.

Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt auch sächsische Unternehmen vor Probleme. Das ergaben Umfragen der Handelskammern.
Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt auch sächsische Unternehmen vor Probleme. Das ergaben Umfragen der Handelskammern. © Claudia Hübschmann

Chemnitz/Dresden. Vier von zehn Unternehmen bekommen bereits die Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Geschäfte zu spüren. Darüber informiert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz mit Verweis auf eine Umfrage unter mehr als 350 regionalen Betrieben aus den Bereichen Industrie, Dienstleistungen, Handel und Gastgewerbe. Insbesondere durch die Absagen von Messen und Großveranstaltungen und entsprechend fehlende Aufträge blicken Unternehmer im Freistaat kritisch auf die aktuelle Entwicklung.

Dazu kommen mögliche Krankheitsausfälle in der Belegschaft, Unterbrechungen der Lieferketten und eine erwartete geringere Nachfrage der Verbraucher. Jedes fünfte Unternehmern im Kammerbezirk Chemnitz befürchtet infolge dessen einen Umsatzrückgang von mehr als zehn Prozent im Jahr 2020. Bei den Mitgliedsbetrieben der IHK Dresden war in einer nicht repräsentativen Blitzumfrage sogar jeder zweite Unternehmer dieser Meinung. Die meisten Betriebe planen oder haben bereits Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiter ergriffen. Dazu gehören neben Informationen zu vorbeugenden Hygiene und der Beschaffung von Desinfektionsmitteln auch die Absage der Teilnahme an Messen sowie die Erarbeitung eines Notfallplans für Krankheitsfälle im Unternehmen. „In Kombination mit der zunehmenden Unsicherheit von Wirtschaft und Verbrauchern sind jetzt Konjunkturimpulse und Unterstützungen bei betrieblichen Liquiditätsengpässen von Bund und Land dringend nötig,“ so Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz.

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Unternehmen, denen bei weiter laufenden Ausgaben ein Großteil des Umsatzes plötzlich wegbricht, brauchen demnach schnelle und vor allem unbürokratische Hilfen. Sinnvoll seien beispielsweise Stundungen von Steuern, Sozialabgaben und Liquiditätsmittel wie Betriebsmittelkredite und Bürgschaften.

Als Signal in die richtige Richtung bewertet die IHK den im Koalitionsausschuss am 8. März beschlossenen erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld und die vollständige Erstattung der SV-Beiträge. (aks)