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Leben und Stil

Corona: Warum Raucher Risikogruppe sind

Raucher erkranken häufiger schwer an Covid-19, zeigen Untersuchungen aus China. Es könnte ein Grund dafür sein, dass es mehr männliche Infizierte gibt.

Noch gefährlicher als sonst. Raucher erkranken häufiger schwer am Coronavirus.
Noch gefährlicher als sonst. Raucher erkranken häufiger schwer am Coronavirus. © dpa

Von Christopher Stolz

Der Virologe Christian Drosten brachte es im NDR-Podcast auf den Punkt: „Es ist sicherlich immer ein guter Zeitpunkt, um mit dem Rauchen aufzuhören – aber jetzt wahrscheinlich ein besonders guter.“ Denn Raucher gehören zu den Risikogruppen, die sich besonders schnell mit dem Coronavirus anstecken können. Der einfache Grund: Alles, was der Lunge schadet, fördert die Gefahr, schwer an Covid-19 zu erkranken.

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Neben Rauchern gehören auch Diabetiker und Menschen mit Bluthochdruck zur Risikogruppe, da bei diesen Vorerkrankungen auch wichtige Organe wie die Lunge weniger gut versorgt würden. Und Rauchen erhöht nicht nur das Risiko für COPD oder Lungenkrebs, sondern gilt auch als Risikofaktor für Diabetes Typ-2.

Allgemein gilt: Je mehr Zigaretten, umso höher das Risiko. Doch selbst wer bis zu 20 Zigaretten täglich raucht, riskiert eine Lungenfunktionsstörung. Untersuchungen aus China zeigen, dass Raucher häufiger schwer an Covid-19 erkranken und das Risiko eines schweren Corona-Verlaufs mit einer echten Lungenentzündung bei Rauchern deutlich höher ist.

Aktuelle Informationen rund um das Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt lesen Sie in unserem Newsblog.

Professor Michael Pfeifer, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), vermutet gegenüber dem Deutschlandfunk, dass es an der Schädigung der sogenannten Flimmerhärchen in den Atemwegen liegt.

Diese sorgen dafür, dass beispielsweise Staubteilchen und Bakterien abtransportiert werden und die Atemwege nicht belasten. Funktioniert dieser Prozess nicht mehr richtig, haben es Viren leichter, sich über die Atemwege im Körper auszubreiten. Allerdings können sich diese Flimmerhärchen bei weniger exzessiven Konsum auch wieder erholen, berichtet Christian Drosten.

Rauchen erhöht Risiko, Virusinfektionen zu erleiden

Michael Pfeifer macht klar, dass es kein exklusives Phänomen des Coronavirus ist. „Raucher haben grundsätzlich ein höheres Risiko, Virusinfektionen zu erleiden“, sagt der DGP-Geschäftsführer. Auch wenn es beim Coronavirus noch nicht nachgewiesen sei, schränke Rauchen die Abwehrkräfte des Bronchialsystems generell ein. 

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Rauchen soll auch ein Grund dafür sein, dass Männer anfälliger für eine Coronavirus-Infektion zu sein scheinen als Frauen. Aus China ist beispielsweise bekannt, dass dort vor allem die Männer rauchen. Ähnlich verhält es sich im Iran, in Italien und Südkorea. (mit dpa)