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Döbeln

Landrat: "Die Kliniken kommen an die Grenzen."

Matthias Damm (CDU) ruft dazu auf, sich an die AHA-Regeln zu halten. Für das Gesundheitsamt gibt es weitere Unterstützung, im Kreis 124 neue Fälle.

Über 100 Mittelsachsen müssen aufgrund einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Koordinatoren haben derzeit im Bereich des ehemaligen Regierungsbezirks Chemnitz ein Auge auf die Belegung der Kliniken.
Über 100 Mittelsachsen müssen aufgrund einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Koordinatoren haben derzeit im Bereich des ehemaligen Regierungsbezirks Chemnitz ein Auge auf die Belegung der Kliniken. © Klinikum Oberlausitzer Bergland

Mittelsachsen. Mehr als 100 Corona-Patienten werden derzeit in den Kliniken des Landkreises betreut. Ein sehr hohes Niveau, so Kreissprecher André Kaiser. Hinzu kämen Ausfälle beim Personal. „Die Kliniken kommen an ihre Grenzen“, äußerte sich Landrat Matthias Damm (CDU) zur aktuellen Lage in Mittelsachsen. Vor diesem Hintergrund appellierte er noch einmal an die Bürger, die AHA-Regeln einzuhalten. „Sie sind ein ganz wichtiges Grundelement. Jeder kann etwas zur Senkung der Neuinfektionen beitragen“, so Damm.

Damit es an den Kliniken zu keiner Überlastung kommt, sind Koordinatoren im Einsatz, die in den Bereichen der ehemaligen Regierungsbezirke die Belegung der Kliniken im Auge haben. Damm stehe in regelmäßigem Kontakt mit den Krankenhäusern des Kreises. Er informiert auch darüber, dass es im Bereich des Rettungsdienstes trotz der aktuellen Lage zu keiner Störung komme.

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Bundeswehr verlängert Einsatz

Die Soldaten der Bundeswehr, die zurzeit das Team des Gesundheitsamtes bei der Kontaktnachverfolgung unterstützen, werden nach Angaben des Kreissprechers noch bis Mitte Januar im Einsatz sein. Seit der vergangenen Woche erhalten die Mitarbeiter zudem Unterstützung von sieben Studenten der Fachhochschule Meißen.

In dieser Woche sind vier Beschäftigte vom Land sowie ein Mitarbeiter des Bundes hinzugekommen. „Weitere Unterstützung vom Land wurde zugesagt“, informierte Kaiser.

Dennoch kommt es auch weiterhin zu Verzögerungen bei der Kontaktierung der positiven Fälle. „Daher der dringende Appell, sich bei einem positiven Befund sofort abzusondern und zu isolieren“, betont der Kreissprecher.

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Zudem bittet er darum, dass Personen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, selbst die Kontaktpersonen erfassen. Wichtig hierfür sind bei Betroffenen ohne Symptome die Kontakte bis zu zwei Tage vor der Testung, bei Erkrankten mit Symptomen die Kontakte bis zu zwei Tage vor den ersten Symptomen. Notwendig sind die Namen, Anschrift, Telefonnummer sowie E-Mail-Adresse der Kontakte.

Tests würden derzeit nur bei Symptomen erfolgen. Schwerpunkt hier seien nach Angaben des Gesundheitsamtes die Pflegeeinrichtungen.

Da es täglich eine Vielzahl von Anrufen beim Gesundheitsamt zu verzeichnen gibt, verweist der Kreissprecher noch einmal auf die Internetseite des Landkreises. Dort sind zahlreiche Informationen, insbesondere zur Quarantäne und anderen Lebenslagen, zusammengefasst. Die Angaben würden regelmäßig aktualisiert, so der Kreissprecher.

124 neue Nachweise am Mittwoch

Am Mittwoch ist die Zahl der Mittelsachsen, die in Quarantäne geschickt worden sind, um 282 Personen angestiegen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Landkreises hervor. Damit sind momentan 2.749 Mittelsachsen in häuslicher Isolation.

Insgesamt wurden für Mittelsachsen 124 neue Nachweise des Virus registriert. Diese verteilen sich wie folgt: 54 Fälle gibt es im Bereich Freiberg (1.877), 50 neue Nachweise in der Region Mittweida (1.188) sowie 20 neue positive Testergebnisse im Altkreis Döbeln (497).

Die Lage an den Kliniken ist im Vergleich zu Dienstag konstant geblieben. Nach wie vor werden 107 Patienten stationär behandelt, allerdings muss ein Betroffener mehr beatmet werden (9).

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 25. November, um 15.07 Uhr, aktualisiert.

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