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34 Freiwillige helfen im Görlitzer Klinikum

Etwas mehr als 100 Menschen haben sich auf den Hilferuf des Klinikums gemeldet. Noch vor Weihnachten begannen die ersten auf den Stationen zu arbeiten.

Das Städtische Klinikum Görlitz braucht in der Pandemie jede helfende Hand.
Das Städtische Klinikum Görlitz braucht in der Pandemie jede helfende Hand. © André Schulze

Die Kliniken im Landkreis müssen unkomplizierte Lösungen derzeit für die Corona-Pandemie finden. Als im Städtischen Klinikum Mitte Dezember auch das Personal wegen eigener Erkrankungen knapp zu werden drohte, startete das Städtische Klinikum einen Aufruf unter der Bevölkerung um Hilfe bei der Patientenversorgung. Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich so viele Menschen, dass das Klinikum den Aufruf stoppte, um die Hilfsangebote zu sichten. „Wir hätten nie gedacht, dass sich so viele helfende Hände zur Verfügung stellen würden“, sagt Pflegedirektorin Birgit Bieder. Zugleich bedeutet das aber auch, dass nicht alle Meldungen berücksichtigt werden konnten.

Beworben haben sich überwiegend Menschen aus Görlitz und der Region; manche sind aufgrund von Corona in Kurzarbeit, andere sind arbeitslos oder Hartz-IV-Empfänger. Es sind Studenten dabei, Akademiker, Handelsvertreter, Schüler, Rentner, Teilzeitbeschäftigte. Insgesamt begannen jetzt vor Weihnachten 34 Hilfskräfte auf verschiedenen Stationen. Es sind Helfer unterschiedlichen Alters.

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„Was uns in den Gesprächen sehr beeindruckt hat, war die Motivation, helfen zu wollen und dafür auch Freizeit zu opfern“, sagt Birgit Degenhardt, die als Personalsachbearbeiterin mit vielen der Bewerber telefonierte. Das Klinikum hat versucht, die befristeten Arbeitsverhältnisse mit etwas Kontinuität auszugestalten. Bis auf wenige Ausnahmen werden die Hilfskräfte im Drei-Schicht-System eingesetzt. Die meisten gehen 40 Stunden pro Woche arbeiten, einige 30 Stunden. Sie übernehmen Serviceleistungen wie Tee und Essen reichen, Betten machen, Zimmer reinigen und vor allem führen sie Gespräche mit den Patienten, die ja keinen Besuch empfangen dürfen.

Die Hilfskräfte sind zunächst in der Regel bis 28. Februar befristet als Mitarbeiter des Klinikums eingestellt. Sie werden vergütet als Hilfskräfte im Pflegedienst entsprechend dem Haustarifvertrag. „Wir sind allen, die uns helfen wollen unendlich dankbar. Die Resonanz auf den Aufruf hat uns Mut gemacht und ist ein wirklich gutes Zeichen in dieser so schwierigen Zeit“, sagt die Geschäftsführerin des Klinikums, Ulrike Holtzsch.

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